Nippel-Jubiläum und getoastete Vulva

Scarlet Johansson verkauft sexy Sprudel und Kondome werden beworben wie "Nimm2": Alles schreit "Shopping" in der dieswöchigen Topsexliste!
merle-kolber

Zehn Jahre Nippelgate

Nach Handy-, Tweet- und Closer-Gate wird es Zeit, den Ursprung aller „Gates“ zu würdigen. Nein, nicht Watergate - Nipplegate! Beim Superbowl vor zehn Jahren riss Justin Timberlake Janet Jackson ihr stark an einen ledernen Still-BH erinnerndes Oberteil runter, das sonnenförmige Piercing in ihrer Brustwarze wurde daraufhin als „nippleshield“ bekannt. ESPN, der Sender, der den Superbowl ausstrahlt, hat das Jubiläum zum Anlass für ein kleines datenjournalistisches Projekt genommen,  inklusive Infografiken und vage Interviews mit den damals Beteiligten („War die Entblößung der Brust geplant? Eventuell.“).

Passend dazu...

geht wieder der Wettbewerb um die auffälligste Werbung beim diesjährigen Superbowl los. Gewinnen wird wohl Scarlett Johansson mit ihrem Spot für Sodastream – ja genau, diese oft leicht gelblich angelaufenen Dinger zum Sprudel-Selbermachen, die bei Oma oft in einer cognacfarbenen Küche stehen. Der Clip für dieses vermeintlich harmlose Produkt wurde nämlich bereits vorab für die Superbowl-Werbepausen verboten – und das nicht, weil Scarlett sich darin erotisch Dinge in den Mund schiebt, sondern weil sie Pepsi und Cola disst. Das verbietet das Regelwerk.

Kondome wie aus der Nimm2-Werbung    Über versaute, peinliche oder testosteronstrotzende Werbung wurde an dieser Stelle ja schon häufiger geschrieben. Zeit für eine neue Kategorie: familienfreundliche Kondom-Werbung.

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Illustration: Julia Schubert

Bleiben wir beim Essen

Einen St.-Pauli-Totenkopf, Spongebob-Schwammkopf oder Herzchen – das alles kennen wir bereits als Icons auf Toasts. Irgendjemand musste das ja auf die Spitze treiben – in diesem Fall ein Toaster-Hersteller aus Vermont. Der lässt die Scheiben mit Vagina-Abdruck aus seinen Geräten springen. Des Weiteren im Programm: Toasts mit dem Davidstern, Barack Obama oder Jesus. Uns wundert's nicht, wenn die Zahl der Pilgerreisen wegen einer Jesus-Erscheinung in einem Stück Brot bald in die Höhe schnellen.

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Illustration: Julia Schubert

Die Amazon-Bewertungen unter dem Toaster kritisieren übrigens...

dass der Toast zwar sehr fluffig aus dem Toaster käme, strenggenommen allerdings gar keine Vagina, sondern eine Vulva zeige. Wie unkreativ! Einige Südkoreanerinnen zeigen da viel mehr Engagement: Immer öfter tauchen bei Klamotten-Produktbewertungen Bilder von jungen Frauen auf, die die Klamotten inklusive ihrer Brüste in Szene setzen. Manche behaupten nun, die Modelkörper wären von den Bekleidungsherstellern engagiert worden, um den Kaufanreiz zu steigern. Puh. Und wir dachten schon, der Standardsatz „Zu klein, zurückgeschickt“ müsste künftig immer mit einem Foto garniert werden. 

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Illustration: Julia Schubert

Neues aus unserer Liste "seltsame Unterwäsche"

ein japanischer Dessous-Hersteller will einen BH entwickelt haben, der automatisch aufgeht, wenn der Fummelnde auch verliebt ist in seine Trägerin. Gemessen werden soll das mit einem Sensor im BH, der die Herzschlagfrequenz des Gegenüber an eine App weiterleitet, die den BH dann öffnet. Im Video wird damit geworben, dass man so nur Männer an sich ranlassen müsste, die auch in einen verliebt seinen und das sei ja immer der tiefste Wunsch aller Frauen. Ahja. Peinlich nur, wenn man mal in der Öffentlichkeit kuscheln will und direkt der BH aufplatzt. 

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Illustration: Julia Schubert

Wer jetzt Lust auf noch mehr halbnackte Körper hat...

Sollte auf keinen Fall die Sopranos gucken. Ein Autor der Seite Uproxx hat nämlich hochwissenschaftlich die Pilotfolgen der zwölf beliebtesten HBO-Serien geguckt und gestoppt, wann es das erste Mal zum Sex kommt. Bei den Sopranos dauert das laaange 157 Minuten, also mehrere Folgen. Einen Quickie bekommt man hingegen bei „True Blood“ – da werden bereits nach 20 Sekunden die Kleider vom Leib gerissen. 

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Illustration: Julia Schubert

Die gute Meldung zum Schluss

Im Disney-Kosmos gibt es jetzt auch ganz offiziell Lesben. In der Serie „Good Luck Charlie“ bekommt die junge Heldin Besuch von ihrer Freundin Taylor, die mit zwei Müttern aufwächst. Als Vater Bob irritiert feststellt, dass das ja zwei Frauen seien, sagt Mutter Amy nur „Bob, dir entgeht auch nichts.“ Richtige Reaktion.

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