Politische Brüste vs. Schlafsex

Teile diesen Beitrag mit Anderen:

Beischlaf reloaded Wir fragen uns mittlerweile ja schon, wann die Forscherwelt aufhören wird, ständig mit angeblich neuen Erkenntnissen über die menschliche Sexualität aufzuwarten. Gerade heute war in zwei großen deutschen Magazinen die bahnbrechende Erkenntnis nachzulesen, dass Männer dauernd an Sex denken und Frauen dauernd an ihren Nachwuchs. Wir verweisen hiermit auf eine andere Stelle, an der wir uns darüber schon im vergangenen Jahr kräftig geärgert haben und kichern uns ein bisschen einen ab über einen tatsächlich neuen sexologischen Befund, der gerade die Runde macht: Sexsomnie, oder auch: Schlafficker. Die armen Menschen, die davon befallen sind, sind meistens männlich. Sie leiden unter dem Trieb, sexuelle Handlungen zu vollziehen, während sie schlafen. Verdammt, Forscher haben sogar Fälle gefunden, die im vollen Schnarchmodus versuchten, ihre Partnerin zu besteigen. Andere fügten sich bei der bewusstlosen Selbstbefriedigung schwere Verletzungen zu. Jetzt muss man ja zugeben, dass Sex im Halbschlaf eine durchaus feine Sache sein kann. Aber die Sexsomniacs sind wirklich bemitleidenswert. Schließlich werden sie regelmäßig von ihren aufgewühlten Bettgenossen wach gerüttelt, die vollkommen verstört von dem unansprechbaren Beischläfer sind. Richtige Therapiemöglichkeiten gibt es bisher nicht. Andererseits würde sich möglicherweise dann eh nur heraus stellen, dass hinter der ganzen Psychopathologie doch nur eine schlechte Ausrede lauert. Brüste für Barack Wir springen heute ein bisschen wild durch die Gegend. Jetzt machen wir also einen Siebenmeilenschritt von der Bettkante zum Thema Wahlkampf in den USA. Ja, ja, schon klar: Das ist nicht nur ein großer Schritt, das ist schon fast ein Langsteckenflug. Und vor allem fragt der alerte Leser: Was soll das bitte mit Sex zu tun haben? Nun, wenn der geneigte Leser sein geschultes Auge in letzter Zeit in Richtung Amerika gewandt hat, ist ihm nicht entgangen, dass dort der wahrscheinlich welteinzige Politiker mit Sexappeal zu Hause ist. Der heißt Barack Obama und wird neben Hilary Clinton als einer der aussichtsreichsten Kandidaten der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2008 gehandelt. Vor allem bei jungen Amerikanern ist er äußerst populär. Und weil junge Amerikaner alle im Internet leben, ist der Netzaktivismus für den Kandidaten geradezu außer Rand und Band. Vor kurzem erst gab es einen mittleren Skandal um eine MySpace-Seite, die ein Obamaanhänger eingerichtet hatte, ohne Absprache mit dem Wahlkampfteam zu halten. Und jetzt macht ein Musikvideo Furore mit dem Titel: „I got a crush on Obama!“ – Ich steh voll auf Obama. Der Star ist eine 24jährige, extrem attraktive Brünette, die ihre beeindruckenden Brüste in ein Obama-T-Shirt gepackt hat und mit süßer Stimme eine Hymne an ihren Helden säuselt: „You tell the truth unlike the right / you can love, and you can fight / you can Barack me tonight“

Der Kandidat ist natürlich äußerst irritiert. Denn andererseits hat die Seite der jungen Dame mittlerweile exorbitante Klickraten erreicht. Andererseits ist das ganze natürlich schon etwas freizügig, und Herr Obama ist ein verheirateter Mann mit Kindern. Wir finden es auf jeden Fall enorm toll, wenn junge Frauen das System der Sexualisierung unterwandern um zu Abwechslung mal für gute Politiker werben, statt für fragwürdige Produkte. Super Produkte gibt es jedoch auf der nächsten Seite


Keine Topsexliste ohne Sexspielzug Okay, wir geben es zu: Dafür, dass wir verhältnismäßig wenig Ahnung von Technik haben, finden wir Vibratoren unheimlich spannend. Aber wenn man sich diese beiden Exemplare anschaut, versteht man uns bestimmt: Der Arty-farty-Vibrator: Jamie Hewlett ist bisher eher berühmt für die Gorillaz. Die hat er nämlich gezeichnet. Jetzt dekorieren seine hübschen Illustrationen aber auch edle Sexspielzeuge, wie diese zigarrenförmigen Exemplare.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert

275 US Dollar kostet so e ein Schätzchen. Ist nur die Frage: Wie schafft es jemand, so viel Geld für ein Objekt auszugeben, ohne damit auf jeder Party anzugeben? Der Vibrator, der dir zuhört Wenn man alles glaubt, was man so hört, dann können viele von uns ja schon dankbar sein, wenn ihr menschlicher Bettpartner sich bequemt, mit ihnen sexy zu machen. Geschweige denn, auf ihre Bedürfnisse einzugehen. Zum Glück hat die Firma softlabs jetzt einen Vibrator entwickelt, der auf Audio reagiert. Das heißt, seine Vibration passt sich Musik, Stimmen oder Verkehrsgeräuschen an. Immerhin: Das Teil hört zu.

Default Bild

Illustration: Julia Schubert

Selbstverständlich: Fast keine Topsexliste ohne Schönheits-OPs Fußfetischisten aufgepasst: Von uns bekommt ihr kein Verständnis. Aber dafür jede Menge Inspiration. Traurigerweise haben die Schönheitschirurgen im operationssüchtigen Kalifornien jetzt fest gestellt, dass man nicht Brüste zu klein, Nasen zu groß und G-Punkte zu unsensibel finden kann. Der Perfektionsdrang ist mittlerweile auch an den Füßen der Frauen angekommen. Und daher dürfen wir euch – voilá – den Ekeltrend der Woche präsentieren: Fuß-OPs. Zehen werden gerade gebogen, Fettablagerungen entfernt und Sohlen aufgerichtet. Als nächstes kommen dann die Lotusfüße zurück. Wir sind ja so zivilisiert. Wen das jetzt traurig macht, darf sich jetzt, wie wir, einem hysterischen Kicherkrampf hingeben. Denn auf der nächsten Seite sehen wir das absolut widerwärtigste Objekt der Welt.


Nämlich:

Default Bild

Illustration: Julia Schubert

Frage: Was ist ekliger? Ein degenerierter Fickfuß oder ein technisch ausgerüsteter Kontrollfreak? Ach wir können uns nicht entscheiden, die Frage plagt uns aber, seitdem wir von CheckMate gehört haben. Das ist ein Produkt, mit dessen Hilfe Fremdgeher „erwischt“ werden können, indem es Samenreste in der Unterwäsche aufspürt. Wer sich besonders abgestoßen fühlen will, lese die technische Anleitung auf der Website. Und wer sich auf die grauenhafte Ebene der Spurensuche bei seinem Partner begeben will, kann sich jetzt das passend obsessive Equiptment besorgen. Und als nächstes am besten sich beim Geheimdienst bewerben. Da sucht man so charmante Menschen laufend.

  • teilen
  • schließen