Senioren, Sex und Rock'n Roll!

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Kharma Police in der Kiste Immer wieder heiß diskutiert von Frauenzeitschriften, Popstars und Kneipenbesuchern wird ja die Frage, ob und wie Geschlechtsverkehr musikalisch zu untermalen sei. Ist ja auch ein heikles Terrain. Zum Beispiel kann die kanadische Folksängerin einen bekleideten Zuhörer zu grandiosen Gefühlswogen animieren – liegt er dann aber so erwartungsvoll auf dem Matratzenlager, törnt sie ihn ungefähr so an wie eine Packung Gummibärchen. Auch sehr albern: Die Musik zum Sex ist so dermaßen hinreißend, dass man aus Versehen anfängt mit zu singen. Zum Glück deutet sich eine Lösung für das Problem an. Scheinbar, so munkelt es im Netz, funktioniert Radiohead total gut. Sagt jedenfalls Christina Aguilera, und die kleine blonde Nachtigall muss es ja wissen. „Wie bitte? Bumsen zu Paranoid Android?!“ schreit ihr? Thom Yorke auch.

Bitte, jetzt nicht an die geilen Omis aus der Fernsehwerbung denken Irgendwie glaube ich nicht, dass es Menschen über 50 vom Yorkeschen Jaulen so richtig warm ums Herz wird. Irgendetwas machen sie aber richtig. Denn nach einer Studie der Universität Göttingen haben Menschen dieses Alters nämlich nicht nur mehr Sex als ihre Vorgängergenerationen. Er macht ihnen auch viel mehr Spaß als uns, den jungen, aufgeschlossenen Menschen mit den elastisch-gesunden Körpern!

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Jetzt nichts Falsches denken! (Bild:dpa) Der Grund, sagt laut diesem Artikel der Leiter der Studie, liegt an den überhöhten Ansprüchen, die jüngere Menschen an sich und ihre Partner stellen würden. Das alles ist einerseits etwas verwirrend. Was ist denn aus den zahlreichen Forschungsergebnissen zum sinkenden Sexualtrieb bei alternden Frauen geworden? Und war nicht überhaupt der Fortpflanzungsdrang des Menschen Dreh- und Angelpunkt für alle Anwandlungen von Verliebtheit und sexuellem Begehren? Biologismus, quo vadis? Hoffentlich ganz weit weg, sagen wir und werfen zur Feier des Tages mal ein bisschen Konfetti. Denn mit diesen Neuigkeiten wird uns gezeigt, dass der Mensch eben auch körperlich mehr ist als sein evolutionär ambitionierter Hormonhaushalt. Ist doch wunderschön: Für die nächsten Jahrzehnte haben wir nicht nur Aussicht auf künstliche Hüftgelenke oder den Klimawandel, sondern auch auf noch viel hammermäßigere Orgasmen.


Verhüten ist aber trotzdem wichtig Und damit die sexualisierten Senioren sich bei dem ganzen Spaß nicht was holen, haben – zumindest in den USA – Aufklärungskurse Konjunktur. Die New York Times berichtet, dass dank Viagra die Rate der Neuinfektionen mit Geschlechtskrankheiten unter Großeltern langsam aber stetig steigt. Kein Wunder, denn zu ihrer besten Zeit war es nun mal nicht ganz so notwendig, den korrekten Einsatz eines Kondoms zu beherrschen. So erklärt sich dann auch, dass sich vor kurzem eine 82-jährige Dame aus der Bronx mit HIV infizieren konnte. Statt Töpferkursen buchen Altersheime jetzt also Erotikunterricht, wo die Teilnehmer alles über Gleitmittel, Sexspielzeuge, Frischhaltefolie und klar, Kondome, lernen. Und irgendwie finden wir das jetzt wiederum ein bisschen gruselig. Apropos alt: Dieser Hintern ist vielleicht nicht mehr der jüngste. Aber groß ist er schon:

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Danke an dlisted.com


Vibratoren sind lebensgefährlich! Wahrscheinlich passiert überall auf der Welt ähnlich viel Bizarres wie in Nordamerika, doch unser Auge wandert immer wieder wie magnetisch angezogen dorthin. Diese Woche bietet Anlass zu hysterischem Gelächter eine Entscheidung des höchsten Verwaltungsgerichtes von Alabama. Die Richter dort haben nämlich entschieden, dass die Bewerbung und der Verkauf von Sexspielzeugen, die zur „Stimulierung menschlicher Genitalien dienen“, nach wie vor illegal seien. Ein Grundrecht auf den Schutz der sexuellen Privatsphäre oder das Eigentum eines Dildos gibt es in diesem Staat nicht. Der Vertrieb und Besitz von Handfeuerwaffen ist hingegen nach wie vor legal. Ein Mann gegen die Maschine Sylvester Stallone, du machst uns melancholisch. Vor kurzem erst zum Helden der Feuilletons ausgerufen, hat er sich nun in die Riege der drogensüchtigen Skandalnudeln begeben.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Bild:rtr Gestern wurde Stallone von Drogenfahndern in Sydney dabei beobachtet, wie er Päckchen und Tüten aus den Fenstern seines Hotelzimmers warf. Kurz danach durchsuchten sie sein Zimmer und fanden nach ersten Berichten einen Haufen Drogen im Methadonstil. Oh Sly, don’t be a Britney Spears, wir bitten dich. Und noch zum Abschluss: Konsolenjunkies und –junketten dürfen sich jetzt kurz von der Couch erheben und ein bisschen mit den Hüften rotieren. Der britische Spieleverleih Gametart will ermittelt haben, dass Frauen, die Computer spielen, mehr Sex haben, als etwa ihre eher literarisch orientierten Geschlechtsgenossinnen: 4, 3 zu 3, 2. Höchst Fragwürdig das Ganze, und wir fühlen uns davon kein Stück angesprochen. Vor allem dann, wenn wir uns dieses Video ansehen:

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