Sexting für Anfänger und schlimme Dates

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„Sexting", darunter versteht man das Verbreiten eigener Nacktfotos beziehungsweise allzu intimer Schriftstücke im Netz oder per SMS. Um junge Menschen rechtzeitig über die Gefahren dieser Tätigkeit aufzuklären, möchten Gesetzgeber in New York nun den sogenannten "Cyber Crime Youth Rescue Act" einführen. Das Programm soll all jene Jugendliche, die schon einmal ernsthaften Ärger mit dem Verbreiten sexueller Inhalte von sich selbst oder ihren Schulkameraden bekommen haben, über die tatsächlichen Gefahren ihres Handelns aufklären. Das sei hilfreicher als irgendeine Strafe, die keinerlei Lehreffekt auf die Kinder ausübt. Denn wer einmal mit selbstverschuldeten Sexskandalen im Internet zu kämpfen hatte, wird es vielleicht sein Leben lang bereuen.

Das beste Lehrbeispiel für solche Fälle dürfte Mister Anthony Weiner sein, seines Zeichens amerikanischer Kongressabgeordneter. Der nämlich hatte kürzlich irgendwie den  „Send a direct message" Button mit dem „Tweet this" Button seines Twitteraccounts verwechselt und schwuppsdiwupps ein paar sehr anzügliche Nacktfotos in die Öffentlichkeit geschickt. Eigentlich sollten die Bilder seines nackten Oberkörpers und seiner ausgebeulten "Undies" wohl an eine 21-jährige, weibliche Twitterbekanntschaft gehen. Natürlich versuchte Weiner die Welt glauben zu machen, es habe sich ein Hacker Zugriff auf seinen Account verschafft. Leider konnte das keiner glauben. Er gestand. So sind die Aussichten Weiners nächster Bürgermeister New Yorks zu werden ziemlich perdü - und der Verlauf seiner weiteren Karriere mehr als ungewiss.

Ach ja, die Männer. Die schneiden leider auch bei unserem nächsten Fundstück nicht wirklich besser ab. Dieses höchst obskure Video zeigt eine ganze Masse bestens gelaunter litauischer Männer beim Wettschwimmen auf Sexpuppen. Äh, hallo? Wieso?

Organisator Mindaugas Stasiulis erklärt es uns recht feierlich: „Die Wähler wollten, dass wir den nationalen Männertag feiern. Also halten wir nun ein Wettschwimmen auf Gummipuppen ab.

Aber genug der Unappetitlichkeiten. Widmen wir uns endlich Dingen, die hübscher anzusehen sind. Der Kunst zum Beispiel. Das Art-Magazin empfiehlt uns immer wieder spannende Ausstellungen – und eine von ihnen scheint exklusiv für das Topsexlistenressort kuratiert worden zu sein: Die Häkelpenisse der Andrea Pritschow im Museum bellerive in Zürich. Unter dem Titel "Neue Masche – gestrickt, gestickt und anders" werden sie unter anderem Woll- und Fadenwerk noch bis zum 24. Juli ausgestellt. 

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Illustration: Julia Schubert

Was, wenn man es noch ein wenig weiterentwickeln würde, nach einer ziemlich großartigen Kolumnenidee klingt, ist die Aktion der Bloggerin Anna Goldfarb. Auf ihrem Blog fragte sie ihre Leser, was deren schlimmstes Date gewesen sei und bat sie, dieses in sechs Worten zu beschreiben. Herausgekommen sind unter anderem so nette Sachen wie:

 

Suggested Hard Rock Cafe for drinks.

Made me sit in the backseat.

Yin yang necklace. Serious about it.

After hookup, accused of check fraud

The guy peed in my hamper.

Flashed gun. Then pitched me Amway.

Tried to eat Buffalo wings seductively.

Puked on my carpet. Denied it.

Insisted on tarot card reading first.

Used N'Sync to "pump himself up"

Covered ex-wife's name tattoo with unicorn.

Showed up in inside out sweatpants.

 

Wäre doch eigentlich auch jetzt-Kosmos tauglich so eine Aktion. Wir plädieren ab sofort für ein Userlabel namens „Mein_schlimmstes_Date"!

 

Zum Schluss eine Nachricht, die frei von Witz und Ironie ist und hoffentlich im Gedächtnis bleibt: In Syrien wurde eine lesbische Bloggerin entführt. Amina Arraf bloggte unter dem Pseudonym Amina Abdallah auf „A Gay Girl In Damascus" über ihr Leben als Homosexuelle und war durch ihre mutige Schreibe in letzter Zeit weltweit zu so etwas wie einer Revolutionsheldin geworden. Es gibt bisher kaum Neuigkeiten über das Verbleiben von Amina. Ihre Cousine Rania bemüht sich jedoch, regelmäßig Updates auf Aminas Blog zu posten. Sich an der Diskussion um ihre Entführung beteiligen kann und sollte man sich auf Facebookund Twitter unter dem Hashtag #FreeAmina. UPDATE: Diese Meldung hat sich mittlerweile als Fake herausgestellt

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