Spinnensex am Tag der Reinheit

Wer feiert den Purity Day? Wer hat den türkischen Online-Sexshop erfunden? Und wer demonstriert da oben ohne? Dies und mehr erfährst du diese Woche in der Topsexliste.
valerie-dewitt

Weil es draußen so arg friert, möchte dich die Topsexliste auf warme Gedanken bringen. Wenn du dabei sein willst, steige ins (gut geheizte) Taxi, das dich einmal quer durch das Untenrumland fährt und an den spannendsten Stationen hält, um Neuigkeiten einzusammeln.

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Zunächst gibt es Wissenswertes aus der Wissenschaft. Forscher an der Stanford University haben herausgefunden, dass das Geschlecht des Nachwuchses Auswirkungen auf das Rollendenken des Vaters hat. Wenn seine Partnerin ein Mädchen zur Welt bringt, hält er weit weniger an althergebrachten Geschlechterrollen fest als im Falle eines Sohns. „Ist doch klar", möchte man rufen, „weil er dann erstmals Kontakt mit dem anderen Geschlecht hat!" Finde den logischen Fehler in dieser These. Apropos finden: Schon lang gesucht und nie gefunden wird der sagenumwobene G-Punkt. Eine Forschergruppe aus Connecticut hat jetzt noch einmal unzählige Berichte und Erkenntnisse ausgewertet, um dann mit dem ernüchternden Urteil rauszurücken: Es gibt ihn nicht, den G-Punkt. Schade. Oder auch: Egal. Solange es auch ohne schön ist.  Manchmal hört es allerdings langsam aber sicher auf, schön zu sein. Zumindest hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass in langjährigen Beziehungen irgendwann nicht mehr so richtig viel herumgetollt wird auf der Spielwiese der körperlichen Liebe. In den USA wurden nun 170 Studenten befragt, wie lange sie bereits liiert sind und wie es um ihr sexuelles Verlangen steht. Ergebnis: Mädchen haben immer weniger Lust je länger die Beziehung dauert, die Jungs bleiben stets auf dem gleichen Level. Nun aber wirklich: Schade.

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Am 14. Februar ist, genau: Purity Day. Der Tag, an dem man in die Welt hinausschreien soll, wenn man beschlossen hat, seine Lust über lange Zeit aufzustauen und keinen Sex vor der Ehe zu haben. Das muss gar nicht unbedingt verbal geschehen, man kann auch einfach etwas Weißes tragen, ein Armband oder eine Blüte. Am Thema Keuschheit scheiden sich ja bekanntlich die Geister, was solange in Ordnung ist wie man beide Seiten und vor allem ihre jeweiligen Vertreter ernst nehmen kann. Problematisch wird es, wenn sich das Team Keuschheit selbst ins Abseits stellt, indem es ein Promo-Video dreht, in dem ein Plüschbär als Moralapostel auftritt: der Purity Bear. Der Film ist zwar aus dem vergangenen Jahr, aber weil ja bald wieder Purity Day ist, zeigen wir ihn hier nochmal:

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Illustration: Julia Schubert

Um gegen allzu große Keuschheit vorzugehen, haben zwei türkische Frauen den ersten Online-Sexshop ihres Landes gegründet: "magische Berührungen". Die Gründerinnen Selin Keleser und Sonay Onur haben der taz ein Interview gegeben und über Sexhsops in gefährlichen Gegenden, das kulturelle Sex-Tabu für Frauen in der Türkei und Banken, die verbieten, dass man mit seiner Kreditkarte einen Vibrator bezahlt, gesprochen.

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Illustration: Julia Schubert

Auf ein sehr seltsames Sexspielzeug haben kürzlich die „Pimpettes" hingewiesen: Eine Vagina für's iPad. Die ist (zum Glück) noch nicht auf dem Markt, funktioniert aber theoretisch so: Ans iPad stecken und benutzen, während man ein schlüpfriges Filmchen schaut. Zu absurd, um sich länger damit aufzuhalten. Schnell weiter!

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Illustration: Julia Schubert

Celebrity News! Daniel Radcliffe hat das Glück, hin und wieder echte Vaginas zu Gesicht zu bekommen, und die mag er dann gerne leicht beflaumt. Komplettrasur geht in seinen Augen gar nicht: "You have to have something, otherwise it's fucking creepy." Applaus übrigens auch für den Jezebel-Autor Luke Malone, der sich den „Hairy Potter"-Witz nicht verkneifen konnte.

 

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Kurzer Stopp in der Natur. Die hält ja immer wieder ganz und gar seltsame Sex-Neuigkeiten bereit. Da gibt es zum Beispiel eine Spinne, die eine Art abnehmbaren Penis hat. Den kann das Männchen dann einfach in der Paarungspartnerin zurücklassen, wo er weiter begattet. Ansonsten läuft der Spinnenmann nämlich Gefahr, von seiner Auserwählten aufgefressen zu werden. Das sexuelle Verlangen einer Frau nimmt im Laufe langer Beziehungen ab? Was haben die Menschen nur für langweilige Probleme!

 

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Im vergangenen Sommer gab es in Schweden eine aufwändige Pro-Kondom- bzw. Anti-AIDS-Kampagne, weil die jungen Schweden so selten verhüten. Dafür wurden in Stockholm 50.000 Kondome mit QR-Code verteilt, über den man eine App herunterladen konnte, die den Sex aufzeichnet. Man musste sie nur starten, das Smartphone auf die Matratze legen und tun, was immer man zu tun gewillt war. Anschließend konnte man dann die Dauer, die Lautstärke und den Rhythmus des Aktes mit den anderen App-Nutzern teilen. Die besten Durchschnittswerte ("Dog owners are louder than cat owners") wurden auf Plakaten gedruckt und in der Stadt verteilt oder tauchten als Online-Banner auf. Das Schönste an der Kampagne aber ist, dass sie sehr viele Menschen erreicht hat. In einem hübschen Video werden die ganze Aktion und ihre Ergebnisse noch einmal zusammengefasst. Eignet sich auch gut für kalte Winterabende, weil es so schön sommerlich ist:

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Illustration: Julia Schubert

Die ukrainische Protestgruppe Femen, bekannt durch ihre Oben-Ohne-Aktionen, demonstrierte jüngst beim Weltwirtschaftsforum in Davos gegen Armut und Ausbeutung. Davon gibt es eine Menge Fotos, die auch zeigen, wie die Damen von der Polizei abgeführt werden. Und irgendwie ist eines dieser Bilder so richtig gut. Wenn man diese Frau ansieht, möchte man ihr sofort zur Seite stehen und mitdemonstrieren, oder?

 

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"Center Parks" haben eine neue Werbekampagne mit gar nicht mal so unlustigen Videos. Zum Beispiel eines namens "Clumsy Couple", das ungeschickten Eltern eine sichere Urlaubszeit für ihre Kinder verspricht. Das Topsexlisten-tauglichere Video allerdings heißt "Neighbour" und spielt mit der Angst vor allzu freizügigen Nachbarn – in Zeitlupe: 

Nach diesem Augenschmaus endet hier unsere Fahrt – bis zum nächsten Mal. Steigen Sie bitte aus und nehmen Sie Ihren Müll mit.

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