Topsexliste: Mit einem Girl-Fight und dem Ende des Camel-Toe

Warum sich in Amerika gerade einige feministische Bloggerinnen gegenseitig beleidigen, was es Neues von der Orgasmus-Front gibt und noch mehr Fundstücke in der Topsexliste
penni-dreyer

Gibt es den richtigen Feminismus? Und wenn ja, wie sieht der aus? Anlass für diese Frage ist ein Streit, der seit zwei Wochen einen Gutteil der weiblichen Online-Welt in Amerika beschäftigt. Es war ein kluger Schachzug: Damit die Neugründung des Online-Frauen-Magazins doublex.com (eine Tochterseite von slate.com) nicht untergeht im Netz, erschien in ebendiesem Blog ein reichlich aufsehenerregender und kontroverser Artikel der Autorin Linda Hirshman, in dem sie dem großen Konkurrenten auf dem Markt, jezebel.com ordentlich gegen das Schienbein trat. Das Online-Magazin Jezebel, ein Ableger aus dem Gawker-Medien-Imperium, wendet sich ausdrücklich an junge, feministische, gebildete und politisch interessierte Frauen. Einen Großteil der Texte machen aber keine „Hard Facts“ aus, sondern eher weiche Themen, bei denen es um Klatsch, Mode und natürlich auch Sex geht. Themen, die für Traffic sorgen und von den Leserinnen geliebt werden, besonders, wenn sie mit persönlichen Anekdoten der Autorinnen gewürzt sind. Für Hirshman aber sind gerade diese Texte Grund, den Autorinnen das Recht abzusprechen, sich als Feministinnen zu bezeichnen. Mit ihren Bekenntnissen zu ungeschütztem Sex, betrunkenem Sex, zu dem sie vielleicht oder vielleicht auch nicht ihre Einwilligung gaben, mit all dem seien sie nicht nur ein übles Vorbild für all die jungen Leserinnen, sondern vor allem knallharte Individualistinnen, die unter dem Label „Feminismus“ ihr eigenes Ding abziehen würden. Das haben die Beschuldigten selbstverständlich nicht auf sich sitzen lassen und ihrerseits gegengefeuert: Wenn sich gesetzte Damen erregten über die bedrohte unschuldige Jugend, dann erinnere das doch sehr an vergangene Zeiten, im Übrigen würden sie sich gerne weiter als Feministinnen bezeichnen, ohne bei vermeintlichen Autoritäten um Erlaubnis bitten zu müssen. Fragt sich nun: Ist dieser Streit, der sich nun schon bald zwei Wochen hinzieht, nur ein Sturm im Online-Wasserglas oder hat er doch mehr zu bedeuten? Und wer definiert noch einmal, wer oder was sich als feministisch bezeichnen darf und wer nicht? Und haben wir in Deutschland diese Diskussion schon hinter- oder noch vor uns? Ganz uninteressant ist der Streit nämlich nicht. Immerhin gibt es an beiden Positionen viel nachzuvollziehen und genauso viel zu kritisieren.

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Illustration: Julia Schubert

Arme faule Frauen! Die größte Frechheit der Woche ist bitteschön diese Studie! Denn die besagt, dass Männer viel mehr Freizeit haben, als Frauen. Und diese erschreckende Tatsache wurde von der ehrwürdigen OECDerhoben. Am faulsten sind die Italiener, die im Schnitt 80 Minuten mehr Zeit zum Entspannen haben, als die Frauen. Die Norweger sind, ganz die vorbildlichen Nordlichter, dagegen nur acht Minuten fauler, als ihre Frauen und auch die deutschen bewegen sich mit etwas über 20 Minuten im unteren Ungerechtigkeits-Feld.

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Illustration: Julia Schubert

Endlich: Camel Toe besiegt Fast jede Frau kennt dieses Problem: Kaum hat sie sich in ihre hautengen Jeanshosen hineingepellt, zeigt sich ihr vor dem Spiegel stehend ein großes Schönheitsproblem. Der sogenannte „Camel Toe“ (siehe Abb.1). Doch zum Glück gibt es mittlerweile für jedes Problem die passende Website. Eh voila, hier ist die Camel-Toe-Verhinderungsseite mit allem (Abb. 2) was Frau so braucht. O Nein! Von Schwulen verwirrte Kinder Arme Kinder, auf einmal wissen sie nicht mehr, in welche Richtung die Welt sich dreht. Und wer ist schuld daran? Schwule und Lesben, die es wagen, sich ebenfalls verheiraten zu wollen.

Und Föten auch! Zehn Orgasmus-Neuigkeiten Die Autorin Mary Roach erzählt in diesem Vortrag interessante (und auch ein wenig eklige) Dinge, die der gemeine Mensch möglicherweise noch nicht über Orgasmen wusste. Inhalt: Schweine, Tote, Föten, Kniescheiben.

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