Die Stars von Turin (2): Die Snowboarder

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Illustration: Julia Schubert

Disziplin: Snowboarden. Shaun White ist das Wunderkind der amerikanischen Snowboardindustrie und gewann die Goldmedaille für sein Können in der Halfpipe. Heldenhafter Auftritt: Im Halfpipe-Contest ließ der erst 19-Jährige alle Konkurrenten weit hinter sich zurück. Obwohl er sich in der ersten Runde den Fehler erlaubt hatte, in den Schnee zu greifen, war sein Auftritt in der zweiten Runde so überzeugend, dass er es aufs oberste Siegertreppchen schaffte. Das bleibt: Shaun White ist das Stehauf-Männchen des Snowboardbusiness. Trotz zweier Operationen am offenen Herzen als kleiner Junge und einer schweren Knieverletzung im vorletzten Jahr ist er der erfolgreichste Snowboarder aller Zeiten. Mit viel Disziplin hat er in jungen Jahren schon weit mehr erreicht als viele andere in seinem Geschäft. Hartes Training und der Verzicht auf eine Durchschnittsjugend können sich eben doch auszahlen.

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Illustration: Julia Schubert

Foto: ap Name: Lindsey Jacobellis Disziplin: Boardercross Heldenhafter Auftritt: Turin war die olympische Premiere für Boardercross. Dabei starten vier Snowboarder gleichzeitig auf einer Buckelpiste mit allerlei Schikanen. Der im Finale führenden Amerikanerin Jacobellis jedenfalls schien das Rennen trotzdem noch zu langweilig, wollte sie doch den Zuschauern ihre Überlegenheit mit einem kleinen Trick beweisen und fasste mit der Hand nach ihren Brett. Vielleicht um den norwegischen Snowboardgott Terje Haakonsen imitieren, der schon in der Vergangenheit so manchen Trick in seine rasante Abfahrt eingebaut hatte. Weil aber auch für Snowboarderinnen Hochmut vor dem Fall kommt, war der darauf folgende Sturz nur konsequent. Jacobellis Schweizer Konkurrentin zog an ihr vorbei und freute sich über Gold. Das bleibt: Ihre Erklärung „Das war kein Freestyle-Trick. Ich habe in der Luft an das Board gefasst, um bei der hohen Geschwindigkeit stabiler zu sein“ wird einen Ehrenplatz in der Hall of Fame der Sportlerausreden sicher haben.

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