TV-Tipps mit deutschem Kulturgut und dem rätselhaften Eastern-Genre

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Elisabeth – Die rätselhafte Kaiserin Freitag, 20.15 Uhr, 3SAT Hier ist eine Dokumentation über eine Frau, die noch viel aufregender war als Lady Di – und dazu ganz ohne Sybille Weischenberg auskommt. Sisi wird von einem Kriminalisten, einem Psychotherapeuten, einer Historikern und zwei Nachfahren auf ganz wissenschaftlichem Wege untersucht. Die historische Wahrheit scheint noch aufregenden als alle Mythen – ein Muss für alle K.u.K.-Gefolgsleute.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Entmystifiziert? Kaiserin Elisabeth, Bild: ap Exil Shanghai Samstag, 13.10., 00:55 Uhr, 3SAT Ulrike Ottinger präsentiert in dieser knapp fünfstündigen Dokumentation sechs Juden deutscher, österreichischer und russischer Herkunft in Kalifornien , die vor dem 2. Weltkrieg nach Shanghai ausgewandert sind. Die Erzählungen aus dem Leben in Shanghai, das von Gettobildung wie von Kolonialisierung geprägt ist, verbinden sich mit der Spurensuche in der modernen chinesischen Metropole - und versprechen eine spannende Fernsehnacht. Die verlorene Ehre der Katharina Blum Montag, 00:30, ARD Auf dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll basierend ist dieses Volker-Schlöndorff-Werk zum deutschen Filmklassiker avanciert. Erzählt wird die Geschichte von Katharina, die beim Fasching den charmanten Terroristen Ludwig kennen lernt, ihn mit nach Hause nimmt und sich am nächsten Tag nicht nur über dessen Verschwinden, sondern auch noch über die Tatsache, dass sie wie eine Verbrecherin behandelt wird, wundert. Katharina fühlt sich in die Ecke gedrängt und besorgt sich eine Waffe.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Volker Schlöndorff. Bild: dpa Vom Glanz und Vergehen der Gruppe 47 Dienstag, 16.10., 23:45, ARTE Vor ziemlich genau 60 Jahren tagte die „Gruppe 47“ das erste Mal. Sie sollte zur wichtigsten literarischen Vereinigung Nachkriegsdeutschlands werden. Neue Autoren mussten sich Treffen der „Gruppe 47“ einem sehr speziellem Procedere ergeben: Man hatte auf dem „elektrischen Stuhl“ Platz zu nehmen, vorzulesen und sich im Anschluss schutzlos der Kritik der Gruppe auszuliefern. 1967 tagte die Gruppe, die über so viele literarische Schicksale entschieden hatte, das letzte Mal. Sie brachte zwei Nobelpreisträger und viele literarische Berühmtheiten hervor. In diesem Film berichten viele der alten Mitglieder wie Grass und Kaiser von Macht, Kabale und Exzess, und auch Kritik wird nicht ausgespart.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Keine Fernsehwoche ohne Günter! Foto: dpa Die 36 Kammern der Shaolin Mittwoch, 17.10., 14.55 Uhr, ARTE Hier eine Empfehlung von Herrn Tarantino, für den dieser sogenannte „Eastern“ der beste Kung-Fu-Film aller Zeiten ist. Er ist im China des 15. Jahrhundert angesiedelt, das von der Mandschu-Dynastie unterdrückt wird. Der Student Liu Yu-Te schließt sich dem Widerstand an und tritt auf der Flucht vor seinen Verfolgern in den Shaolin-Orden ein, um Kung-Fu zu lernen, was bei den buddhistischen Mönchen allerdings auf Befremden stößt.

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