TV-Tipps mit viel Kubrick, ein bisschen Hader und kaum Lenin.

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Stanley Kubrick-Filme und Dokumentation Donnerstag, Montag und Mittwoch, Arte

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Eyes Wide Shut: Ein Kubrick-Film mit Nicole Kidman und Tom Cruise. Eines hat Stanley Kubrick immer vermieden, wenn es um Filme ging: Es sich einfach zu machen. Er war ein Perfektionist, der seine Filme von der Drehbuchidee bis zum Schnitt unter Kontrolle haben wollte und seine Szenen bis ins letzte Detail ausarbeitete. Auch thematisch wählte er immer schweren Stoff: Menschliche Abgründe oder politisch und gesellschaftlich Brisantes. Zum Beispiel Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben (Donnerstag, 20.40 Uhr), eine beißende Satire über den Kalten Krieg, oder Lolita (Montag, 20.40 Uhr), die Verfilmung des umstrittenen Nabokov-Romans über Pädophilie. Arte zeigt nicht nur diese beiden Meisterwerke, sondern auch eine umfassende Dokumentation (Mittwoch, 22.30 Uhr) mit starkem Hommage-Charakter über den Regisseur und sein Gesamtwerk. Neben Privataufnahmen und Material von den Filmsets kommen auch Schauspieler und Regie-Kollegen wie Spielberg oder Scorcese zu Wort. +++ Ulysses Freitag auf Samstag, 17. November, 0:10 Uhr, ARD Ich habe nie versucht, Ulysses zu lesen. Und viele, die es getan haben und mir davon berichteten, haben den Versuch irgendwo im ersten Drittel als einen gescheiterten abhaken müssen. Vielleicht also mal mit dem Film probieren. Soll sehr gelungen sein. Hier aufnehmen. +++ Hader muss weg Freitag, auf Samstag, 17. November, 0:10 Uhr, 3Sat Bleibt auch dieser Ulysses-Versuch ein Versuch, gibt’s in der Nacht von Freitag auf Samstag noch den Hader. Joseph Hader, wohl der humorvollste Mensch, den Österreich je hervorgebracht hat. 3Sat zeigt in zwei Teilen sein Kabarett-Programm „Hader muss weg“, mit dem er aktuell auf Tour ist. Worum es dabei unter anderem geht, ist in diesem

zu sehen. Es stammt aus Zeiten, als Harald Schmidt noch ohne Pocher war und Zeit hatte, mit seinen Gästen auch zu reden. Zum Beispiel darüber, warum Kabarett wie Jazz ist und was die Verbindung zwischen Göbbels, Diphtongen und deutschen Touristen ist. Hier aufnehmen. +++ Good bye, Lenin Mittwoch, 21. November, 20:15 Uhr, WDR

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Daniel Brühl nervt. Sagen viele. Stimmt auch manchmal. Das ändert aber nichts daran, dass „Good bye Lenin“ echt amüsant ist. Nicht nur für Ostalgiker, sondern auch für alle, die gerade angesichts des alljährlichen Mauerfall-Medienrummels um den 9. November eigentlich von allem genervt sind, das mit der DDR zu tun hat. Hier aufnehmen. +++

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert



Text: christian-helten - Foto: ddp, dpa

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