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Deutschland wird zur Masturbationsgesellschaft

Text: RaoulYannik
Ich muss zugeben, ich bin schockiert. Groß und deutlich lese ich in meiner Morgenzeitung: „Deutschland wird zur Masturbationsgesellschaft“. Nicht nur Deutschlands berühmtester Aufklärer Oswald Kolle, nein auch ich, der mündige Bürger, die schweigende Mehrheit macht sich Sorgen. Leben wir, weitgehend unbemerkt, in einer Gesellschaft von Masturbantinnen und Masturbanten? Habe ich womöglich, festgefahren in meinem blumig-bienigen Sexleben, etwas verpasst, oder sind wir ein masturbatorisches Schwellenland? Bin ich noch zu sehr in meinem Glauben befangen, dass Masturbation ähnliche Auswirkungen hat, wie eine Lustseuche, die sich ehemals um den Pornografie-Konsum und um die Masturbation gerankt hatten. (Zitat: Die Zeit 2001)



Mich hat die Frage beschäftigt, welche wirtschaftlichen und gesellschaftliche Auswirkungen zu erwarten sind, wenn immer mehr Männer (schreibt Oswald Kolle) dank Internet lieber Pornos als Masturbationsvorlage downloaden, als eine Partnerin suchen. Deckt Oswald Kolle nur tendenziöse Halbwahrheiten auf, die einerseits die bösen (männlichen) Downloadmasturbanten diffamiert, und andrerseits die guten (weiblichen) und technisch unbegabten Nicht-Masturbantinnen adelt? Oder sind Frauen einfach zu dumm zum downloaden? Schwere Bildungsmissstände, die nicht durch die Pisa-Studie erfasst wurden, tun sich auf. Erst die wissenschaftlich fundierten Daten zeigen die ganze Tragweite. Forscher der Uni Bonn fanden heraus, dass 90 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen sich regelmäßig selbst befriedigen. Aber was ist mit den Masturbationsverweigerern los und wie sieht es mit der Masturbationsqualität aus? Ist womöglich auch die alte Theorie von Karl Marx vom Umschlagen des Quantitätsdenkens in Qualität, an die sich unzählige deutsche Handwerksbetriebe klammern, überholt? Eine Untersuchung der Uni Hamburg verzeichnete in den vergangenen 30 Jahren bei Männern einen Anstieg der Masturbationsfrequenz von 22 Prozent, bei Frauen sogar um 50 Prozent. Damit ist eindeutig bewiesen. Masturbation ist kein reines, elitäres Männervergnügen mehr. Die Frauen legen zu und sind dabei, die Männer, masturbationsmäßig gesehen, zu überholen. Masturbation ist also kein Ersatz für die sexuell Unterversorgten, sondern eine eigenständige Praxis. (Zitat: DIE WELT 2000)



Vollkommen unbemerkt ist ein neuer, unumkehrbarer Megatrend entstanden. Der Trend zur Multimasturbationsgesellschaft mit allen modischen Auswüchsen und Chancen. Aber wer zieht hierzulande schon seine Schlüsse daraus? Wer hat noch Angst vor Gehirnerweichung und Rückenmarksschwund? Wer überlegt, klärt auf und handelt? Natürlich niemand, und das ist symptomatisch für die Depression, die sich quer durch unsere Gesellschaft zieht. Einerseits boomt die masturbatorische Selbstbeschäftigung im häuslichen, intimen Rahmen, andrerseits macht sich niemand ernsthaft Gedanken, wie man diesen langlebigen Boom gewinnbringend nutzen kann.



Wie immer sind uns die Amerikaner um Jahre voraus. Die älteren Leser erinnern sich vielleicht noch an Vietnam, den Golfkrieg (nein das war nicht der Krieg, den ältere Damen und Herren mit seltsamen Stöckchen auf großen Wiesen spielen), oder die erfolgreiche Befriedung des Irak? Wenn Sie vielleicht vermuten, dass es die militärische Übermacht war, die zu den grandiosen Siegen der Amerikaner geführt hat, dann haben Sie sich geirrt. Es war der Einsatz einer gefährlichen Geheimwaffe, die aus verständlichen Gründen kaum bekannt ist. Mir ist es, durch Insiderinformationen aus dem Weißen Haus gelungen, dieses streng gehütete Geheimnis zu lüften.



Schon im Vietnamkrieg wurde diese Geheimwaffe das erste Mal getestet. Seit 1966 unterstützten die Models des Playboy (ein amerikanisches Magazin) amerikanische Soldaten in Kriegszeiten. Im damaligen Vietnam-Krieg flog Jo Collins, Miss Dezember 1964, mit einem Helikopter direkt in die Kampfgebiete und besuchte die Soldaten - eine nicht ungefährliche Aktion. Leider war die Wirkung von Jo Collins und ihre Kolleginnen noch nicht ausreichend erprobt, wie wir aus der Geschichte der Kriegsführung wissen. Offensichtlich war der Ho Tschi Min Pfad (ein Dschungelpfad in Kambodscha) feuchter und heißer und hat die Amerikaner mehr beschäftigt. Aber die Strategen im Pentagon haben daraus gelernt. Im Golfkrieg unterstütze der Playboy mit seiner „Operation Playmate“ die kämpfenden US-Truppen. US-Soldaten durften nicht nur an ihre Angehörigen, sondern auch an die Playboy-Playmates schreiben. Ein signiertes Photo und eine Antwort wurden zur Stärkung der Kampfmoral garantiert. Technische Unterstützung bekamen die Playmates von der Aktion Masturbate for Peace (www.masturbateforpeace.com). Leider konnte ich aus den mir zur Verfügung stehenden Quellen nicht die Masturbationsfrequenz (oder Schussfrequenz) und die Qualität der eingesetzten Hilfsmittel, die letztendlich zum Sieg geführt hatten, recherchieren. Aber das Ergebnis konnte sich sehen lassen und ist allgemein bekannt. Das lässt nur einen Schluss zu: Masturbation gezielt eingesetzt und unterstützt durch ständiges Feldtraining, hebt die Moral der Truppe. Ich finde, dass auch der Verteidigungsminister diesen Trend nicht länger ignorieren kann, und verstärkt auf unsere Bundeswehr im In- und Ausland einwirken sollte.



Nicht nur die moralischen Auswirkungen auf die Truppe sind immens. Masturbation hat auch wirtschaftsfördernde Auswirkungen mit allen Vor- und Nachteilen. Telefonsex boomt, und ein Ende ist nicht abzusehen. Geschätzte 300.000 Personen, vorwiegend Hausfrauen im mittleren stöhnen in Deutschland unter der Last ihres Berufs und schieben Überstunden. Aber noch niemand denkt an die Gefahren am Arbeitsplatz. Amerika macht es uns wieder einmal vor. Ein Arbeitgeber einer Sex-Hotline in Florida musste einer Angestellten ein Schmerzengeld zahlen. Die 40-jährige Frau hatte angegeben, dass sie aufgrund der zur Verrichtung ihrer Arbeit notwendigen Masturbation an Sehnenscheidenentzündungen leide. Weiter führte die Frau an, dass sie sich ihr Leiden aufgrund „wiederholter Verwendung des Telefons“ zugezogen zu habe. Nun verlangt sie einen Zuschuss von 267 Dollar zu ihrem Wochenlohn von 400 Dollar sowie die Rückerstattung von 30.000 Dollar für medizinische Behandlungen.



Dieses Beispiel von krankmachender Arbeitsüberlastung wird auch, und dazu muss ich keine hellseherischen Fähigkeiten entwickeln, bei uns Schule machen. Hier sind die Krankenkassen und Versicherungen mit innovativen Angeboten gefordert. Eine Masturbationsunfähigkeitszusatzversicherung (MUZ) mit anschließender Heilbehandlung und Wellnesswochenende könnte eine sinnvolle Bereicherung sein, für die jede(r) beruflich engagierte und verantwortungsbewusste Masturbant(in) gern einen Beitrag bezahlt. Nur mit wirksamer Öffentlichkeitsarbeit kann dieser Themenkomplex der breiten Masse viele Ängste nehmen und wichtige Fragen beantworten. Denn die moderne Technik wirft immer neue Fragen auf: Eine Untersuchung „Zur bakteriellen Kontamination von Telefonen“ ist sicher so titelträchtig wie die über „Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern“. (Siehe auch die bemerkenswerten Veröffentlichungen in der Süddeutsche Zeitung und der Rheinische Post).



Aber was ist mit der Sicherheit von Haushaltsgeräten, zum Beispiel von elektrischen Zahnbürsten unter Extrembedingungen? Und was ist mit Sekt- und Champagnerflaschen? Wer übernimmt die Verantwortung, dass das Staniolpapier ordnungsgemäß entfernt wird? Wer sichert den Duschkopf, dass er nicht falsch ab- und wieder aufgeschraubt wird. Dem menschlichen Erfindungsgeist sind keine Grenzen gesetzt, und dem Masturbateur ist nichts zu schwör, wie mein Freund Daniel D. aus E. immer zu sagen pflegte. Aber man kann schon verlangen, dass für Masturbanten ein gut sichtbarer Warnhinweis auf allen Haushaltsgeräten angebracht wird? Der TÜV (Technischer-Überwachungs-Verein) muss endlich in die Pflicht genommen werden, und zum Beispiel auf geordnete Inspektionen der verwendeten Hilfsmittel bestehen.



Neue, wissenschaftliche Untersuchungen belegen auch, dass Masturbation, entgegen der früher gern gepredigten Lehrmeinung, nicht zu verstärkter Aknebildung führt, und Brillenträger keine exzessiven Masturbanten sind. Vielleicht hat Sie Ihr Religionslehrer mit gefalteten Händen eindringlich davor gewarnt. „Ich flehe euch an, meine jungen Freunde: Bringt nicht eure unsterblichen Seelen durch ein Vergnügen in Gefahr, das, wie man mir glaubhaft versichert, nicht länger als eindreiviertel Minuten dauert.“ (Aus einer Predigt eines Geistlichen vor Studenten in Oxford.) Vermutlich hat der Geistliche in der Bibel gelesen, und genau so wie ich, zwar jede Menge sexuelle Varianten gefunden, aber keinen Hinweis wie man richtig masturbiert. Auch der biblische Onan konnte mir keinen qualifizierten Rat geben, weil er unmittelbar nach seinem Coitus interruptus mit seiner Schwägerin ohne weitere Worte verschied. Nur eines ist sicher, er ist nicht der Erfinder der Masturbation, und Ehrenmale für sein Lebenswerk sind Fälschungen.



Heutzutage wissen wir es besser. Nach einer amerikanischen Studie mit mehr als 30.000 Probanden scheint festzustehen, dass häufige Masturbation, oder die Ersatzhandlung Geschlechtsverkehr, offensichtlich vor Prostatakrebs schützen. Die Untersuchung, die von Forschern des National Cancer Institute in Bethesda über einen Zeitraum von acht Jahren durchgeführt wurde, war gibt einer Untersuchung australischer Forscher Recht. Diese war im Juli 2003 ebenfalls zum Schluss gekommen, dass häufige Ejakulation offensichtlich vor Prostatakrebs schütze. Demnach entwickelten Männer, die rund 21 Mal im Monat ejakulierten, um ein Drittel seltener Prostatakrebs als die Referenzgruppe, die etwa vier bis sieben Mal im Monat einen Samenerguss hatten. Wenn man die Sexmüdigkeit der deutschen Ehepaare berücksichtigt, lässt das nur einen Schluss zu. Masturbation muss staatlich gefördert werden. Nur dann kann Masturbation auch direkte Beitragssenkungen der Krankenkassenbeiträge bewirken. Masturbation muss den Platz in der Gesellschaft bekommt, der dieser Massenbewegung zusteht.

Regelnde Institutionen sind gefordert. Und auch eine Zertifizierung nach DIN-Norm scheint mir sinnvoll, da Masturbation zwar seit vielen tausend Jahren praktiziert, aber es immer noch sehr große Unterschiede in der technischen Handhabung gibt. Überliefert ist, dass die alten Römer (und Römerinnen) stets die linke Hand (die Isishand) benutzten, die deshalb auch sinistra manus (linke Hand) oder pelex laeva (linke Freundin) genannt wurde. Ob sich daraus ableiten lässt, dass in jedem Parlament die Konservativen rechts, und die Fortschrittlichen links sitzen, ist mir leider nicht bekannt. Fraglich bleibt, ob die größten Macher im Bundestag (MdB) auch erfolgreichere Masturbanten oder im gleichnamigen Verein der Berufsmasturbanten (MdB) sind. Aber eines ist gewiss, ohne gesetzliche Regelungen und einer starken Lobby ist dem Masturbationswildwuchs nicht beizukommen.

Geregelte Masturbation kann auch einen wichtigen Beitrag zur Sanierung unseres Staatshaushalts leisten. Zur Förderung der Masturbation ist zum Beispiel ein Masturbationssolidaritätszuschlag (Maso) auf jede gesendete Email mit sexuell anregendem Inhalt, denkbar. Unserem maroden Staatshaushalt wäre damit geholfen. Eine kleine Masturbationszusatzabgabe mit Eintrag auf der Lohnsteuerkarte könnte man noch dranhängen, um gehemmte Masturbanten zu motivieren. Vielleicht entwickelt sich daraus eine Initiative mit der Forderung: „Ich brauche eine Lohnsteuerrückerstattung wegen Masturbation“. (Zitat: Die Zeit 1996)



Masturbation muss heraus aus der Illegalität und Anonymität, durch Aufklärung hin zu mehr Offenheit. Nur durch verbands- und vereinsmäßige Organisation kann Masturbation zur sportlichen Massenbewegung werden. Masturbation darf nicht nur den Besserverdienenden vorbehalten sein, die sich den Gang ins Sportstudio leisten können. Die Gründung eines Dachverbands für Masturbant(innen) ist dringend anzuraten. Als Namen für diesen Dachverband empfehle ich „MCM“ (Masturbations-Club-Mönchengladbach). Um Verwechslungen mit einem bekannten Münchener Schickeria-Beutelhersteller (Muschi-Club-München) zu vermeiden, ist eine klare Abgrenzung zu empfehlen.



Sie zögern? Geht nicht, gibt’s nicht – Du bist Deutschland. Ich fordere Autofellatio und Autocunnilingus für Jedermann (oder jede Frau). Denn außer dem Trainingsaspekt kann die Masturbation dem weiblichen Wesen weitere Vorteile verschaffen. (Zitat: TAZ 1993)



Damit die im privaten Kreis ausgeübte Masturbation zu einem echten Freizeitsport werden kann, ist zu empfehlen, dass Personen aus Film und Fernsehen als Leitbilder aktiven Einfluss nehmen. Johnny Depp (Schauspieler) macht es überzeugend vor. Wird er zum Beispiel auf sein Alter, angebliche Affären oder sonstige Gerüchte angesprochen, ist der Hollywood-Star genervt und schlägt eine andere Freizeitbeschäftigung vor: Masturbation. Ich finde, das ist ein mutiger Rat, dem sich auch viele Politiker, Stars und solche die es werden wollen, anschließen sollten.



Leider hat die Familienpolitik bis heute versagt, und nicht vor sexuellen Missständen in den Ehen gewarnt. Es gilt sogar als gesichert, dass die Masturbation wieder zunimmt und oft eine „Koexistenz“ mit dem Geschlechtsverkehr in der Beziehung führt. (Zitat: TAZ 1997). Mir wurde von einem Sir Peter Graham-Moon aus London berichtet, der einen 45.000 engl. Pfund Schaden erlitt, als seine Frau ihm die linken Ärmel von 32 Maßanzügen abschnitt. Mrs. Graham-Moon war von seinem sexuellen Desinteresse an ihrer Person so genervt, dass ihr zu der Schnittaktion nur die Worte: „Onanierer brauchen nur einen Arm“ einfielen. Die Kosten für die Wiederbeschaffung der teuren Maßanzüge hatte sie bei Ihrer voreiligen Aktion nicht bedacht. Ihr Anteil aus der gescheiterten Ehe wurde genau um diesen Betrag geschmälert. Schade, dass Mr. Graham-Moon nicht die guten Tipps für das Tarnen der Masturbation an der Seite der Partnerin (Quelle: Berliner Zeitung 2000) gelesen hat.



Aber auch die engagierten Masturbantinnen müssen die Verantwortung für ihre Liebe und Ehe allein und ohne familienpolitische Hilfe tragen. Qualifizierter Rat ist gesucht. Denn „bei der Masturbation fallen dann die ganzen Erwartungen, das anstrengende Drumherum weg“, wie die TAZ schon im Jahr 1997 schrieb. Falsch ausgeübt, kann Masturbation zu einem verhängnisvollen Trend werden und manche Ehe scheitern lassen. Denn „inzwischen ist die Konzentration auf Mittel zur Belebung der Ehe ganz eindeutig zu Gunsten von Artikeln zurückgegangen, die sich zur Masturbation eignen, und sei es der zu zweit.“ (Zitat: Die Welt 2001). Aber das ist seit vielen Jahren bekannt. Schon Sigmund Freud hat darauf hingewiesen, dass „Masturbation nachweislich den Charakter durch Verwöhnung verdirbt. Indem sie bedeutsame Ziele mühelos, auf bequemen Wegen, anstatt durch energische Kraftanstrengung erreichen lehrt“ (Die kulturelle Sexualmoral und die moderne Nervosität. 1908, Gesammelte Werke, Band 7, Seite 143) Zusammenfassend kann man also feststellen, dass Masturbation zwar praktisch und bequem, aber in der Ehe praktiziert, der Figur schadet.

Aber das sind noch nicht alle Aspekte dieser gigantischen Massenbewegung. Einer Studie der Berliner Uniklinik Charité zufolge übertreiben es derzeit bis zu 500.000 Menschen in Deutschland gewaltig. Masturbation kann zur Sexsucht führen, die ebenso qualvoll wie etwa Spiel- oder Kaufsucht verläuft. Sie zerstört Existenzen, zerrüttet Familien und führt zu Straftaten. Die Suchtkarriere beginnt nach Angaben der Psychiater wie andere Abhängigkeiten auch. Die Kranken wenden immer mehr Zeit und Energie für ihre Befriedigung auf, ohne diese aber wirklich zu erreichen. Die Patienten verlieren nach und nach die Kontrolle über ihr Verhalten. Immer mehr Geld geht für Telefonsex und Pornografie verloren. Exzessive Masturbanten verlieren ihren Arbeitsplatz und der soziale Abstieg beginnt. Behandlungen und Resozialisierungsmaßnahmen sind schwierig und können sich über Jahre hinziehen. Nur rechtzeitige Aufklärung hilft. „Masturbation braucht nicht mit Schuldgefühlen beladen zu sein, kann aber eintönig werden und einsam machen, wenn sie als rein mechanische Stimulation der Genitalien zum Zweck des schnellstmöglichen Orgasmus ausgeführt wird.“ (Zitat: Die Zeit 1998)

Daraus folgt, dass auch der Seminar- und Weiterbildungsmarkt boomen müsste. Viele tausende neuer Arbeitsplätze könnten, sofern staatliche Förderprogramme konsequent in Anspruch genommen werden, in naher Zukunft entstehen. Ist Masturbation nur als zen-buddhistische Übung vorstellbar? (Zitat: Süddeutsche Zeitung 2001) Ganz im Gegenteil: „Mehr Selbstbewusstsein durch Masturbation“ (Zitat: TAZ 1996) ist die Botschaft, die auch der Buchhandel gern hört.

Abschließend fordere ich: Keine Affären mehr, Masturbanten brauchen keine Schmiermittel und Betriebsräte keine Lustreisen. Unterstützt unsere deutsche Wirtschaft. Zurück zur guten alten, ehrlichen Handarbeit Made in Germany. Zum Schluss meines erschütternden Berichts bleibt mir nur noch eine alte Handwerkerregel aus einem Abreißkalender von 1973: „Tue das Gute mit der Hand, und nicht mit dem Mund“ (oder andersrum).



© Copyright 2006 by Raoul A Yannik www.raoulyannik.de




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