Niemand möchte zählen!

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Das Wort Volkszählung klingt sehr altmodisch. Ganz berechtigt, denn gehört hat man es zuletzt im Religionsunterricht der siebten Klasse, als Josef und Maria nach Betlehem reisten, um sich dort zählen zu lassen. Solche Maßnahmen sind heute nicht mehr nötig. Es werden Interviewer an ausgewählten Türen klingeln, um jeweils fünfzig Haushalte zu befragen. Ein ehrenamtlicher Job.

Geld gibt es außerdem auch: Sieben Euro pro ausgefüllten Interviewbogen. Außerdem eine kleine Aufwandsentschädigung für den Kurs, der zuvor besucht werden muss. Das alles scheint die Bürger Deutschlands jedoch nicht sonderlich zu reizen, denn überall werden noch Interviewer [link=http://www.google.de/search?hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&q=interviewer+zensus+gesucht&aq=f&aqi=g1&aql=&oq=" target="_blank">gesucht. Dazu kommt, dass einige Angestellte sogenannte Drückebergerjobs nicht freiwillig machen möchten. Deswegen werde an manchen Arbeitsplätzen zwangsverpflichted, so die [link=http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/volkszaehlung-in-muenchen-sanfter-druck-1.1084365" target="_blank">SZ letzte Woche.

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Illustration: Julia Schubert


Dabei ist 2011 alles viel moderner und besser. Die Internetseite macht mit Infografiken und einem transparenten, frischen Design Lust, mitzumachen. Angefangen bei dem Slogan "Wissen, was morgen zählt" bis hin zu dem neuen Namen Zensus, der Volkszählung auf moderne und lockere Art ersetzt, scheint das Konzept gut durchdacht. 24 Monaten soll es allerdings dauern, bis alle Informationen ausgewertet sind. Also alles doch nicht so fortschrittlich wie oben angedeutet?

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Illustration: Julia Schubert


Auch das ausgesuchte Video, das ganz genau erklären soll, warum diese Volkszählung denn so wichtig ist, erinnert eher an einen Beitrag der Sendung mit der Maus und erhöht somit nicht gerade die Lust, sich bei einer Befragung zu bewerben, die davon ausgeht, dass der durchschnittliche Bürger den IQ eines Achtjährigen hat. Der passende

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