Liebe Deluxe

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Seit einigen Wochen geistert ein Video durchs Netz, das die Blogschreiber zu Lobeshymnen veranlasst: „schaurig-schön“, „fantastisch“, „Wahnsinn“ und „Bonnie & Clyde Story (+Drogen) mit Roadtrip und und und“. „Luv Deluxe“ weckt Erinnerungen an das legendäre „Smack my bitch up“ von Prodigy und ein bisschen auch an den Film „Natural Born Killers“: Mädchen und Junge hauen von daheim ab und machen einen Road-Trip, den der Zuschauer aus Sicht des Jungen miterlebt. Nach einem Essen entspinnen sich drei Handlungsstränge: 1. Beide klauen abwechselnd die Geldbeutel von Passanten, Clubbesuchern und Partygebern. 2. Beide treffen wieder auf dieselben Personen, nur ist der Junge dieses Mal betrunken und fängt sich von mehreren Hipsterkollegen Schläge ein. Am Ende ersticht das Mädchen ihn. 3. Der Typ ist dieses Mal der gute und hindert das Mädchen beim Klauen. Auch in dieser Version geht die Geschichte schlecht aus. Die Schlussszene der dritten Episode ist gleichzeitig der Anfang des Videos, was den Zuschauer zu weiteren Grübeleien verleitet. Der 23-jährige Kalifornier Saman Keshavarz drehte das Video mit einer Canon 5d Mark II. Die Musik stammt von den Cinnamon Chasers, ein Londoner Electronic-Projekt, hinter dem Russ Davies steckt, der wiederum Sohn und Neffe von Dave und Ray Davies von den Kinks ist. Dem Track kann man eine gewisse Monotonie nicht absprechen, letztlich aber fügen sich Musik und Bilder zu einem perfekten Dauerloop zusammen.

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