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Produkt: "PAN" von Sola Plexus

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Warum: Überall wo HipHop draufsteht, ist mittlerweile sexistisches Blabla drin. Außerdem sind alle Texte auf mindestens ebenso plumpe, mit Kompressoren aufgepumpte 4/4-Takte gerappt. Zum Glück stimmt das nicht. Der Eindruck kann man aber entstehen, wenn man sich anschaut, was in letzter Zeit in Deutschland als HipHop veröffentlicht wurde. Okay, Freundeskreis war da vor kurzem, aber die haben eigentlich nur ein Best-Of-Album mit neuer Single herausgebracht. Die ist einwandfrei, aber was den Sound angeht nichts Neues. In Herne ist dagegen etwas anderes passiert: Da hat das Studiokollektiv Tengu Basements, bekannt durch einige Veröffentlichungen im Electro- und HipHop-Bereich, die Kombo Sola Plexus ausgespuckt. Der Sound, den Produzent Zizerator und MC Sulal Kool erzeugen klingt wie eine Mischung aus Stereo MCs, Roots Manuva, Chemical Brothers und eine kleine Prise Panjabi MC. Unter dem englischen Stakato-Rap schwingt noch der Rave- und Technosound des Ruhrpotts mit, der das ganze zu etwas verwebt, das es in Deutschland lange nicht gegeben hat: Eine HipHop-Kombo mit ganz eigenem Sound, auf dem nicht der Stempel Hamburg, Berlin, Stuttgart, oder München prangt. Für wen: Für jeden, der elektronische Musik und ihre Spielarten zu schätzen weiß, und den am HipHop immer gestört hat, dass man dazu so schlecht tanzen kann.

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