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10.000 Studienrichtungen und ein klein wenig Hilfe

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Ein Studium beginnen wird im Grunde immer schwieriger, weil die Auswahl der Studiengänge so groß ist. Mehr als 10.000 Varianten können an deutschen Hochschulen studiert werden. Die Verantwortlichen haben die Möglichkeiten der Bologna-Reform redlich genutzt und viele verschiedene Abschlüsse zum Leben erweckt. Durch ein spezielles Angebot, denken die Hochschulmenschen, schärft sich schließlich das Profil eines Hochschulstandorts, von Wiedererkennbarkeit ist da oft die Rede. Dass aber vor lauter Spezialisierung vor allem für unbedarfte Studieninteressenten der Überblick verloren geht, ist eine zwangsläufige Folge. Ein wenig erinnert das Studiengangsgründen an diese Dotcom-Blase an der Börse, Anfang des Jahrhunderts. Jede mittelgute Idee wurde mit Geld gefördert, weil man die Tatsache, dass man im Internet alles mögliche tun kann toll fand. Es haben nicht alle Websites von damals überlebt und viele neue Studiengänge werden dank mangelnder Nachfrage eingehen. Das ist nur natürlich und man muss es den Hochschulen auch nicht verübeln, dass sie mit großer Energie gerade alles ausprobieren, was man eben ausprobieren kann.

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„Meist schweißt es die Partner eher zusammen, wenn sie gemeinsam die Depression überstehen”, sagt Dr. Gabriele Pitschel-Walz.

Illustration: Julia Schubert

Bis sich auf dem Markt der Studienangebote das Angebot aufklart und festrüttelt und wieder auf das Wesentliche reduziert, muss man sich zurechtfinden. Viele Webseiten bieten ihre Hilfe, eine soll heute vorgehoben werden: wege-ins-studium.de ist ein Portal, das vom namensgleichen Netzwerk „Wege ins Studium“ eingerichtet wurde. Zu diesem Netzwerk zählen die Bundesagentur für Arbeit, das Bildungsministerium, das Deutsche Studentenwerk oder auch die Hochschulrektorenkonferenz. Also darf man getrost von einer halbwegs amtlichen Seite sprechen, die dem geneigten Studienanfänger korrekte Informationen verspricht. Im Grunde ist die Seite eine Art kleine Messe für Schulabgänger, auf der die wichtigsten Angebote von Institutionen zusammengeführt sind, die sich diesen Fragen widmen: Wie wähle ich ein Studienfach? Was wähle ich und wo kann ich das aussortieren? Wer hilft mir, wenn nichts hilft? Die Antworten auf diese Fragen stehen nicht allesamt auf der Website, man wird aber vernünftig fundiert weitergeleitet. Wer also wissen will, ob Studiengänge wie „Maritime Technologien“, „Arts and Media Administration“ oder „Quantitative Finance“ eine Immatrikulation wert sind, geht die Recherche am besten von der besprochenen Website aus an. Und hat die Gewähr, beim Zukunftmachen keine relevante Info zu verpassen.

Text: yvonne-gamringer - Screenshot: wege-ins-studium.de

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