Wikipedia, die Ausstellung

Das Online-Lexikon wird ab Freitag in Göttingen ausgestellt
michele-loetzner

Wikipedia steht symbolisch für einen der größten Erfolge des Internets der letzten Jahre. Komplett kostenlos hat jeder Benutzer Zugang zu einem Pool an Informationen, die andere Benutzer gesammelt haben. Dabei ist mittels einer Studie bestätigt worden, dass die Enzyklopädie genauso verlässlich ist wie traditionelle Lexika in Buchform. Wer selbst einige Zeilen beisteuern will, muss sich lediglich registrieren lassen. Schon lange kann man bei der Wikipedia Artikel renommierter Wissenschaftler lesen und eine nicht kleine Anzahl Wikipedianer achtet darauf, dass die Beiträge fehlerfrei sind und berichtigt sie im Zweifelsfalle. So konnte zum Beispiel innerhalb weniger Tage das falsche Spiel einiger U.S.-Senatoren aufgedeckt werden, die Artikel die eigene Person betreffend mit Unwahrheiten „aufhübschten“. Um die Entstehung von Wikipedia-Artikeln transparenter zu machen, organisiert der Verein Wikimedia Deutschland nun eine Ausstellung. Auf großen Informationstafeln können die Besucher sehen, wie die Online-Enzyklopädie funktioniert und was man selbst zu ihrer Verbesserung beitragen kann. In den folgenden Wochen werden auch immer wieder Autoren etwas über ihre Arbeit erzählen. Ziel dieser Ausstellung ist der Gewinn neuer Mitarbeiter aus dem akademischen Bereich, die mit ihrem Wissen und ihrer Ausbildung einen qualitativ hochwertigen Beitrag zum Internet-Lexikon leisten sollen. Die Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen bietet darum auch im Sommer die Wikipedia Academy, einen zweitätigigen Workshop, an, bei dem jeder lernen kann, wie man Artikel für die Wikipedia schreibt. Die Ausstellung beginnt am Freitag und ist bis zum 15. April im Foyer der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zu sehen.

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