München ist immer da gut, wo es nicht wie München ist

Collage: Daniela Rudolf

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Freitag

  • Alte Menschen Händchen halten zu sehen gibt einem das Gefühl, dass alles schon irgendwie gut werden wird.
  • Du bist in einer echt linken Kneipe, wenn dein Gegenüber dich bittet, doch bitte nicht zu laut zu erwähnen, dass dein Vater in der CDU ist.

  • Man kann Rauchgeruch in Haaren und Klamotten schon mit Parfüm übersprühen. Aber dann riecht man halt immer noch nach Rauch.

  • Erbsen sind auf der Geilheitsskala von Gemüse sehr weit vorne.

  • Schwangere Frauen vergleichen ihre ungeborenen Babys oft mit Obst.

  • Wenn jemand sagt, dass es in der Kantine Schnitzel gibt und dann gibt es gar kein Schnitzel, will man so dringend Schnitzel, dass alles andere nicht schmeckt.

  • Wichtige Termine liegen immer auf den Tagen, für die sich danach dann andere wichtige (und viel schönere!) Termine ergeben, die man darum nicht wahrnehmen kann.

  • Niedlichkeits-Stufe 3000: Eltern-Nachrichten aus dem Urlaub.

  • Niedlichkeits-Stufe 4000: Baby-Wildschweine.

  • Es gibt immer noch kein vernünftiges, digitales Pendant zu einer Umarmung.

Donnerstag

  • In öffentlichen Verkehrsmitteln haben Senioren und Kinder unter 12 Jahren gemeinsam, dass sie vor dem Aussteigen sehr früh aufstehen. Und dass sie beim Einsteigen drängeln.
  • Dass man die Fenster in der Bahn nicht mehr selbst öffnen kann, war eine ganz blöde Idee.
  • Manchmal ist ein Koffer ein Koffer und manchmal ist er etwas ganz anderes.
  •  Niemand macht mehr Witze über Hochwasserhosen.
  • Früher haben Eltern SMS als „unpersönlich“ kritisiert. Heute teilen sie einem selber über Whatsapp mit, wer gerade Krebs hat.

  • Aussortieren fühlt sich immer gut an. Außer bei Büchern. Da fühlt man sich direkt wie ein Banause.

  • Wenn einem jemand einen Joghurt schenkt, sollte man misstrauisch werden.

  • Was man nie werden will: Jemand der sagt „Ich habe ja keine Zeit mehr zum Serienschauen.“

  • Wiesn mit Apostroph zu schreiben, ist nicht nur falsch, sondern auch eine mittelschwere Todsünde.

  • Mit Schoko-Kokos-Eis und Smarties lässt es sich locker zwei Stunden konferieren.

  • Lieblingslieder kann man sich mega gut zerstören, wenn man sie als Weck-Ton einstellt.

  • Wenn man oben ohne Fußball spielt, bekommt man eine schöne gleichmäßige Bräune. Unter den Mückenstichen.

Mittwoch

  • München ist immer da gut, wo es nicht wie München ist.
  • Wenn jemand eine Verabredung absagt, weil er morgens verschlafen hat und deswegen abends Sport machen muss, läuft etwas falsch. Frage ist bei wem.
  • Und wenn du denkst, du lachst heut nicht mehr, kommt von irgendwo eine Spam-Mail her.
  • Die eigene Spießigkeit erkennt man vor allem dann, wenn man das Land länger als vier Wochen verlässt – und vorher das immer genutzte Deo, die immer genutzte Creme und das immer genutzte Waschgel doppelt bis dreifach einkauft.
  • Erwachsen ist, sich eine Sonnenbrille für mehr als 9,99 Euro zu kaufen.

  • Ultraerwachsen ist, wenn sie nicht von dm ist.

  • Der Vorteil an der Gentrifizierung sind auf jeden Fall die vielen neuen Eisdielen.

  • Unerwartete Dispute nach dem Zusammenziehen Nr. 127: Wer steht vom Schlafen nochmal auf und schließt das Fenster?

Dienstag

  • In die Rillen der seit vielen Jahren genutzten Tastatur sollte man am besten gar nicht erst reinschauen.

  • Nach Zwiebel riecht man noch länger als nach Knoblauch.

  • Alter ist keine Entschuldigung für Sexismus oder Rassismus.

  • Omas können ein Grund für Stolz sein. Zum Beispiel, wenn sie Polizeibeamten nach einem Einbruch im eigenen Haus mit dem Satz: „Die Diebe können genau so gut Deutsche gewesen sein“ korrigieren.

  • Selbstgemachte Sommerrollen sind das bessere Raclette.

  • Wird jedem deutschen Mittelstandskind in die Wiege gelegt: die Angst vor dem Zorn der Nachbarn.

  • "Kurz" ist das relativste Wort der Welt. Vor allem, wenn es Friseure benutzen. 

Montag

  • Nie schaut man seltener auf sein Handy als am ersten Praktikumstag.
  • Dafür fühlt man sich auch nie beliebter als wenn man es in der Mittagspause dann doch tut.
  • Die Grenze, ob es in einer Straße normal oder unheimlich ist, entgegenkommende Menschen zu grüßen, liegt irgendwo bei einer Häuseranzahl zwischen 20 und 30. 
  • Auf jeder Party gibt es ein einsames, von aller Welt verlassenes und misstrauisch beäugtes Klo-Bier.
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