Es wird sich viel zu wenig darüber aufgeregt, dass der Mindestlohn bei Praktikanten meist umgangen wird

Collage: Daniela Rudolf

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Sonntag

  • Es wird sich viel zu wenig darüber aufgeregt, dass der Mindestlohn bei Praktikanten meist umgangen wird.
  • Man sollte immer ein Notfall-Spezi im Kühlschrank haben.
  • Alte Weisheit: Gott sieht alles. Nur nicht das, was in Maultaschen steckt.
  • Um den Glauben an das Gute im Menschen wieder zu gewinnen, einfach die Wiesn-Bedienungen beobachten. Dass die in dieser Hölle aus Bier und Besoffenen die ganze Zeit so patent und freundlich sind, ist sehr toll und bewundernswert.

Samstag

  • Rockbands sind eigentlich nichts anderes als langfristig angelegte soziale Experimente.
  • Deshalb sind Band-Dokus und Musiker-Porträts auch immer so interessant.
  • Ein Oktoberfestbesuch ist dann gut, wenn man auch zwei Tage später noch Geschichten darüber hört, die man noch nicht kannte.
  • Die Goaßn-Mass ist der Joint des Niederbayern.
  • Während Horrorfilmen wird im Kino überdurchschnittlich viel gesprochen.
  • Wenn man erkältet ist, hört man leider sehr viel häufiger „Ach ja, das geht gerade um“ als „Gute Besserung“.

Freitag

  • Man gibt immer genau fünf Prozent mehr Geld aus, als man eigentlich zur Verfügung hat.
  • Wir brauchen dringend ein Wort für „Von kulinarischen Vorlieben her im falschen Land geboren“.
  • Wenn man einen Termin machen muss, um mit dem Lieblingsmenschen Termine abzusprechen, weiß man, dass man endgültig in der Erwachsenen-Hölle angekommen ist.
  • Wenn einen der Dönermann mit, „So wie immer?“, begrüßt, dann ist es Zeit, woanders hinzugehen.
  • Es ist manchmal wirklich sehr schwer, Wiesn-Besucher von Wiesn-Bedienungen zu unterscheiden.

Donnerstag

  • Es ist ein großer Freundschaftsbeweis, wenn man nebeneinander liegen und lesen kann und keinen Unterhaltungszwang empfindet.
  • Wenn man verkatert ist, schmeckt stilles Wasser nicht. Dann MUSS Kohlensäure drin sein. 
  • Eigentlich klingt das Wort „Kohlensäure“ so, als sei das was sehr, sehr Giftiges.
  • Schmerzen beim Zahnarzt sind deswegen so schlimm, weil man vorher schon die ganze Zeit darauf wartet, dass es gleich weh tun wird.
  • Das einzige, was verkatert schöner ist, ist die eigene Stimme.

Mittwoch

  • Feinstrumpfhosen sollten eigentlich „Feindstrumpfhosen“ heißen.
  • Wenn man gesellschaftliche Klischees vermeiden will, sollte man zum Pfandflaschen wegbringen eine richtige Hose anziehen.
  • Arzttermine in der Mittagspause klingen beim Terminausmachen immer gut, sind in der Realität aber ein riesengroßer Riesenmist.
  • Manche Menschen kennt man seit Jahren, ohne je mit ihnen warm zu werden.
  • Wie gut man mit frustrierenden Momenten in einem bestimmten Bereich des Lebens umgehen kann, ist ein ziemlich deutlicher Hinweis darauf, wie viel Freude man insgesamt daran hat.

Dienstag

  • Wenn man Kinder mit ihren Cityrollern sieht, wird einem der Schmerz, wenn das Board gegen den Knöchel ballert, plötzlich wieder sehr bewusst.
  • Esel sehen struppig aus, sind aber erstaunlich weich.
  • Es wird für immer ungeklärt bleiben, ob man ehemalige Lehrer, die einen auch zehn Jahre nach dem Schulabschluss noch duzen, zurückduzen darf.
  • Bauchmuskelkater ist ein sehr unangenehmes, aber gleichzeitig auch sehr befriedigendes Gefühl.
  • Käsespätzle schmecken am besten, wenn man sie in einer Berghütte mit Holzofen zubereitet.

Montag

  • Die Tritte eines Babys im Bauch als Entscheidungshilfe für irgendwas zu nehmen, funktioniert nie.
  • Fürs Wohlfühlen in der eigenen Blase: Einfach nachgucken, wie der eigene Stadtbezirk gewählt hat.
  • Am ersten Tag ohne Wahlplakate wirkt die Stadt fast ein bisschen nackt und hilflos.
  • Manche Wahlhelfer überlegen sich einen Witz und machen den dann bei jedem Wähler: „Sie haben so große Taschen – wo sind Ihre Waffen?“
  • Wenn du einen Menschen wirklich kennenlernen willst, musst du rausfinden, welche Songtexte er auswendig kann.

Das haben wir in den Wochen davor verstanden:

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