Wochenvorschau: So wird die KW42

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Wichtigster Tag der Woche?  
Freitag! Meine Freizeit verbringe ich nämlich in einem stickigen Raum, mit den immer gleichen Typen und wohlklingendem Lärm: Ich spiele in einer Band, die „King the Fu“ heißt. An diesem Freitag wagen wir uns mal wieder auf eine Bühne und geben ein Konzert zusammen mit „We Destroy Disco“. Befreundete Typen, die gute Typen sind! Das Konzert findet statt im „Glyzerin“in Augburg. Kommt rum...   

Kulturelles Highlight?  
Die jetzt.de-Redaktion nimmt am Samstag all ihren Mut zusammen und liest aus den schönsten, besten und verrücktesten jetzt-Werken vor. Eine buntes Füllhorn an Texten, zusammengestellt aus Online-Magazin, Printseiten der SZ und dem jetzt-Magazin. Nebenbei gibt’s kniffelige Rätsel, deren Lösung mit Schnaps und anderen Goodies belohnt wird. Und wer nichts erraten kann, der sei beruhigt: die Einnahmen des Abends stecken wir der Bar zu! Und die zaubern daraus Freibier für euch! Ein Kreislauf der Glückseligkeit. Um 20 Uhr geht’s los mit dem vierten jetzt.de-Kneipenabend. Im schönen Theater Heppel & Ettlich in München.

Was mich politisch interessiert:  
Oft kauft man ja die Katze im Sack. Das gilt generell für Politiker und speziell für Verteidigungsministerinnen. Da nimmt man einen schicken Job an, mit militärischen Ehren und Pipapo – und dann stellt sich heraus, dass nicht alles Gold ist, was in Tarnfarben daher kommt. An allen Ecken und Enden fehlt es an den wichtigsten Dingen. Wenn ich Frau Von der Leyen wäre, würde ich mich nicht mehr hinsetzen wollen – könnte ja ein Schleudersitz sein.

Soundtrack:
Jeden Morgen das gleiche Spiel: nerviges Pendeln. Noch leicht verschlafen warte ich am Bahnsteig, zwänge mich in den viel zu hellen Zug, und setze mich ans Fenster. Weil ich müde bin lasse ich die Welt an mir vorbeiziehen und höre „Star Guitar“ von den Chemical Brothers.

http://www.youtube.com/watch?v=615FUp8aUmU

Dann München Hauptbahnhof. Umsteigen. Treppe runter. Zwischen den anderen Gehetzten in Richtung S-Bahn. Überall Gesichter. Alle schauen ins Smartphone. Ich träume mich nach Mexiko.  

http://www.youtube.com/watch?v=h0D5Jhl7F9o
 
Wochenlektüre:  
Auch wenn es wirr klingt: ich werde mir auf jeden Fall „Vermächtnis. Die Kohl-Protokolle“ einverleiben. Ob es eine Biographie oder eher eine Enthüllung ist, darüber ist man sich wohl noch nicht einig. Die mediale Schlammschlacht mit dem Ghost-Writer ist auf jeden Fall vielversprechend. Skandal! Unautorisiert! Ich falle einfach mal auf die PR-Kampagne rein. Sätze wie „Merkel konnte nicht mit Messer und Gabel essen“ lassen jedenfalls Großes hoffen.

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Illustration: Julia Schubert

Er so: Drogen, Frauen und Rock'n'Roll. Wir so: Popcorn und Cola. James Brown.

Kinogang:  
Bin ein fauler Kinogänger, aber „Get on up!“, sag ich mir. Neu im Kino: das Bio-Pic über das Leben des James Brown. Sein Weg zum „Godfather des Soul“ ist auf jeden Fall eine Geschichte wert. Mit gepresster Stimme und ziemlich viel Groove hat James Brown Popmusik mal eben sexy gemacht. Musiker und ihr turbulenter Lebensstil sind guter Stoff für Hollywood. Das weiß man spätestens seit den Filmen über Ray Charles und Johnny Cash. Die so: Drogen, Frauen und rücksichtslos für die Kunst gelebt. Wir so: Popcorn und Softdrink.  

Geht gut diese Woche:  
Gartenarbeit. Der Herbst bläst die bunten Blätter von den Bäumen. Alles riecht nach Kartoffel-Feuer und die Igel machen sich bereit für den Winterschlaf. Goldener Oktober! Letzte Vorkehrungen im Schrebergarten müssen getroffen werden. Ja, ich bin ein Laupenpieper! Bin da so reingerutscht. Aber es ist schön und im Sommer füllt sich mein Kühlschrank mit geschätzten 1000 Zucchini. Habe schon ein Kochbuch gekauft: „Kochen mit Zucchini“.  

Geht gar nicht:  
Unbequeme Schuhe. Bei meinen Sprints durch Bahnhofshallen und unterirdische Tunnelsysteme zählt jede Hundertstelsekunde. Da ist Bodenhaftung gefragt.

Text: gregor-rudat - Illustration: Sandra Langecker

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