Das ist... Kelly Conway, die so heißt wie Trumps Wahlkampf-Managerin

Und deswegen regelmäßig Shitstorms auf Twitter ertragen muss.
Von Max Sprick

Das ist …

Kelly Ann Conway, 24, die fast genau so heißt wie die Wahlkampfmanagerin von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump. Die heißt Kellyanne Conway, hat sich auf Twitter aber als @KellyannePolls angemeldet – was offensichtlich ziemlich viele Amerikaner nicht checken. Sie twittern ihren Ärger über Donald Trump (und von diesem Ärger gibt es viel) regelmäßig und natürlich unberechtigterweise an @kellyannconway, die Fitness-Trainerin aus Florida – obwohl diese nicht mal 200 Follower hat. 

Die kann ...

... es nicht glauben, als sie eines Morgens im August Twitter öffnet und tausende Benachrichtigungen sieht. "Ich dachte nur: 'Oh mein Gott, was kann ich Peinliches getan haben, dass ich viral gegangen bin?'", erzählte Conway Refinery29. Seit diesem Morgen, an dem Trump offiziell als Kandidat ernannt wurde, empfängt Conway ungewollte Aufmerksamkeit – Medien und politische Unterstützer beider Lager taggen regelmäßig die falsche Kelly Ann Conway in ihren Posts.

Die kommt ...

aus dem Städtchen Santa Rosa Beach im Nordwesten Floridas. Und mit ihren paar Followern nicht annähernd an die echte Conway ran. Die hat mehr als 200.000 Follower.

Die geht...

humorvoll mit ihrem Schicksal um. "Der erste Tweet, der mich zum Lachen gebracht hat, sagte irgendwas in die Richtung: 'Du kannst Trumps Scheißhaufen wie einen Blumengarten aussehen lassen'. Leider kann ich diesen Tweet inzwischen nicht mehr finden, weil ich wirklich in tausenden Tweets getaggt bin", sagt sie. Ihr Profil auf privat zu stellen, kommt trotzdem für sie nicht in Frage. Weil sie sich noch nie persönlich beleidigt oder bedroht gefühlt habe.

Selbst zu twittern ist scheinbar übrigens gar nicht so ihr Ding. Zwei Tweets und einen Retweet hat sie seit August selbst verfasst. Alle beziehen sich (negativ) auf Trump. Conway scheint keine große Lust zu haben, seine "Scheißhaufen" zu verschönern.

Wir lernen daraus...

mal wieder, dass jeder Shitstorm auch was gutes hat. Bei der letzten Präsidentschaftswahl hat Conway aus Gleichgültigkeit nicht mitgemacht. Aber durch ihren unverhofften Twitter-Zwilling fühlt sie sich jetzt persönlich in den Wahlkampf involviert. "Seitdem meine Inbox mit Nachrichten geflutet wird, interessiere ich mich für diese Hass-Botschaften und frage mich, warum Menschen solch schlimme Dinge über jemanden schreiben", sagt sie. Dadurch sei ihr Politik-Interesse gestiegen und sie beschäftige sich inzwischen täglich mit dem Geschehen.

Nur Google weiß...

dass es noch viel mehr Kelly Conways gibt, von denen aber zumindest nicht bekannt ist, ob sie unter ihrem Namen leiden – oder auch über ihn lachen können. 

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