Trump als Präsident? Lieber ein Meteorit, der die Welt zerstört!

Sagt die Hälfte der jungen Amerikaner in einer Studie – die auch ernste Ergebnisse bringt.
Bild: afp/ Mary Schwalm

Arme Millennials: arbeiten an der Supermarkt-Kasse, weil sie keinen Job kriegen, und müssen sich dann auch noch von den Älteren wegen mangelnder Karriere-Ambitionen verunglimpfen lassen; müssen damit klarkommen, dass sie mal weniger haben werden als ihre Eltern, und werden von denen auch noch wegen ausstehender Enkel-Lieferungen angemeiert. Und jetzt müssen sie in wenigen Tagen auch noch wählen gehen.

Zumindest die Millennials in Amerika, die am 8. November die Wahl zwischen dem republikanischen Kandidaten Donald Trump und dessen demokratischer Kontrahentin Hillary Clinton haben.  Und so wie es aussieht, ist diese Wahl für einige von ihnen etwa so attraktiv wie die zwischen Pest und Cholera.

Trump oder Clinton? Oder doch ein Meteoriten?

Das hat zumindest eine kleine Umfrage des "Umass Lowell’s Center for Public Opinion" in Zusammenarbeit mit "Odyssey Millennials" ergeben.

Die haben 1247 junge Amerikaner zwischen 18 und 35 gefragt, ob sie lieber den Republikaner Donald Trump im Weißen Haus sehen würden – oder doch lieber vorher die Erde von einem gigantischen Meteoriten zerstört. Und tatsächlich gaben mehr als die Hälfte, genauer: 53 Prozent der Befragten an, dass sie ein schnelles Ende vorziehen würden.

Immerhin 34 Prozent der Befragten halten den Meteoriten ebenfalls für eine bessere Wahl als eine demokratische Präsidentin Clinton. 39 Prozent der Befragten wünschen sich, der derzeitige Präsident Barack Obama würde sich selbst zum Präsidenten auf Lebenszeit ernennen. Und 26 Prozent glauben, dass Amerika besser dran wäre, wenn der nächste Präsident per Zufalls-Lotterie ausgewählt würde.

Natürlich sind diese Umfrage-Ergebnisse nicht sehr ernst zu nehmen, aber sie zeigen doch, wie unzufrieden junge Amerikaner mit der aktuellen politischen Situation sind. Und wie wenig sie sich für die Kandidaten begeistern können. Was den politischen Strategen zu denken geben sollte – aber vermutlich doch eher wieder dazu führt, dass die Millennial-Generation als die schlimmste aller Zeiten betrachtet wird, die nicht mal weiß, dass Meteoriten gar nicht wählbar sind.

chwa

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