David Bowie bekommt ein Sternbild

Lange gesucht, endlich gefunden: Ein Bowie-Blitz leuchtet jetzt am Himmel.
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Illustration: Julia Schubert

Eine coolere Hommage hätte man sich wohl nicht ausdenken können: David Bowie hat sein eigenes Sternbild bekommen. Sieben Sterne bilden die Form des Blitzes, mit dem er 1973 auf dem Albumcover „Aladdin Sane“ zu sehen ist.

„Starman“, „Space Oddity“, „Ziggy Stardust“: Das Universum und seine Himmelskörper waren immer eine große Inspiration für David Bowie. Deshalb haben sich der belgische Rundfunksender Studio Brussel und die Sternwarte MIRA zusammengetan und vergangene Woche nach brauchbaren Sternen gesucht, die sich in ein Bowie-Bild verwandeln ließen. "Es war nicht leicht, die passenden Sterne zu ermitteln“, sagte Philippe Mollet von MIRA der Werbeagentur DDB. Nach stundenlangem Nach-oben-Gestarre aber fanden die Astronomen sieben Sterne: Sigma Librae, Spica, Alpha Virginis, Zeta Centauri, SAA 204 132, Beta Trianguli Australis und Sigma Octantis verbinden sich zu der Form eines Bowie-Blitzes und schaffen der Legende einen unauslöschlichen Platz am Sternenzelt. 

Aber Studio Brussel hat sich noch mehr einfallen lassen: Auf der Seite stardustforbowie.be kann man auf den Positionen der Sterne seinen Lieblings-Bowie-Song verlinken - und so seiner persönlichen Ehrerbietung Ausdruck verleihen. 

 

Während das verstorbene Ausnahmetalent jetzt also offiziell zum „Starman“ geworden ist, haben es die Berliner mit ihrem geplanten Denkmal deutlich schwerer: Dort wollen Fans eine Straße nach dem Künstler benennen, knapp 11 000 Menschen haben die Online-Petition schon unterschrieben. Um das wirklich durchsetzen zu können, müssen aber erst mal noch fünf Jahre vergehen – denn solange muss jemand dem Berliner Straßengesetz zufolge tot sein, um auf diese Art verewigt werden zu können.

 

Melanie Wolfmeier

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