Forscher entdecken Mega-Kolonien mit 1,5 Millionen Pinguinen

Verraten hat die Vögel ihr Kot: Forscher erkannten ihn auf Satellitenbildern der NASA.
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So sehen die Adelie-Pinguine aus, die sich auf den Danger Islands tummeln.

Foto: AFP/Michael Polito

Die Welt ist gerade gefühlt 1,5 Millionen mal besser geworden. Denn so viele Adelie-Pinguine mehr gibt es (mindestens) in der Antarktis, als die Menschheit bisher annehmen konnte. 

Dass es Pinguine auf den abgelegenen Danger-Inseln vor der antarktischen Halbinsel gibt, wussten die Forscher zwar schon vorher. Aber dann entdeckten sie bei der Analyse von Satellitenbildern der NASA auffällig große Mengen Pinguin-Kot ( – ja, richtig gelesen, den erkennt man vom Weltall aus). Daraufhin suchten sie das Gebiet gezielt mit Drohnen ab, um herauszufinden, wie viele Tiere dort unter welchen Bedingungen leben. 

Als die Wissenschaftler aus den USA, Frankreich und Großbritannien schließlich entdeckten, dass dort ganze „Mega-Kolonien“ mit einer gigantische Zahl an Vögeln lebten, empfanden sie das als „unglaubliche Erfahrung“. Immerhin sahen sie sich mit ganzen 751.527 Pinguin-Paaren konfrontiert. Das alles geht aus dem Bericht der Forscher in der Fachzeitschrift Scientific Reports hervor.

Den Namen „Danger Islands“, also „Inseln der Gefahr“, tragen die Inseln aus menschlicher Perspektive übrigens zu recht. Dort ist es eisig kalt, wegen einer dichten Eisschicht sind die Inseln nur mit allergrößter Mühe zugänglich. Und das ist das eigentlich Schönste an dieser Nachricht:

Die Pinguine sind dort von menschlichem Einfluss (noch) ungestört. Während die Populationen andernorts teilweise zurückgehen, weil sich der Klimawandel oder die Fischerei negativ auf das Leben der Vögel auswirken, scheint es den Pinguinen auf den Danger Islands außergewöhnlich gut zu gehen. Was genau alles dazu beiträgt, wollen die Forscher nun aber noch genauer untersuchen.

Wie bei allen guten oder schlechten Nachrichten, haben übrigens auch die Twitter-Nutzer schon eine Meinung zu alledem. Sie sind sich dabei sogar ausnahmsweise mal einig. Der Tenor: Wenn wir schon das Glück haben, erfahren zu können, dass mehr Tiere unser Treiben in den letzten Jahrzehnten überlebt haben, als wir dachten – dann müssen wir uns für sie auch besonders Mühe geben: „Jetzt da wir diese Pinguine gefunden haben“, schreibt Lang Banks vom WWF zum Beispiel, „sollten wir Maßnahmen ergreifen, die sie schützen.“

lath 

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