himtoo fb
Bild: screenshot Twitter

Man muss sich Pieter Hanson als einen glücklichen jungen Mann vorstellen. Auch wenn er dank seiner Mutter in den vergangenen Tagen einmal durchs Internet gezerrt wurde und währenddessen für große Erheiterung sorgte. Aber für seine Verwandtschaft kann man eben nichts. Und so ist auch Pieter kein bisschen schuld daran, dass seine Mutter für ihn sprechen wollte und dabei einen der beklopptesten Hashtags des an bekloppten Hashtags nicht armen Jahres 2018 verwendet hat: #himtoo.

Unter diesem Hashtag versuchen sich vor allem Männerrechtler gegen die #metoo-Bewegung  zu wehren, indem sie Frauen sexistisches Verhalten oder falsche Vergewaltigungs-Vorwürfe nachweisen wollen.  

Frau Hanson ist eine sehr, sehr stolze Mutter von drei Söhnen. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen sieht sie anscheinend immer wieder die Notwendigkeit, die beiden Söhne, die noch nicht in festen Händen sind, der Damenwelt anzupreisen wie Fleisch kurz vor Ablauf des Haltbarkeitsdatums. Ganz besonders ihr mittlerer Sohn Pieter wird von ihr immer wieder auf Facebook und Twitter stolz herumgezeigt. Er ist aber zugegebenermaßen auch ein Prachtexemplar von einem jungen Mann, auf das eine Mutter durchaus stolz sein kann: Pieter ist ein ehemaliger Navy-Soldat, hat Auszeichnungen bekommen, war der Beste seiner Schule und hat seine Mama gern.

Und doch habe Pieter ein Problem, sagt seine besorgte Mutter: Er verabrede sich nicht mehr mit jungen Frauen – und zwar wegen des gegenwärtigen Klimas, in dem radikale Feministinnen Männer ruinierten, weil sie sie fälschlicherweise beschuldigten, sexuelle Übergriffe begangen zu haben. Diese reichlich interessante Theorie verzierte die Mutter mit einem neckischen Bild ihres Sohnes und dem Hashtag #himtoo.

Mit ihrem Tweet, der leider mittlerweile mitsamt dem Profil gelöscht wurde, hat Mutter Hanson einen extrem unterhaltsamen Meme-Wettbewerb gestartet, in dem Menschen diesen Hashtag kaperten und für ihre Söhne warben.

Bald klinkte sich in diese „Unterhaltung“ auch Jon Hanson, Bruder des armen Pieter, ein und lieferte wichtiges Hintergrundwissen:

Pieters beste Freundin meldete sich ebenfalls zu Wort und hatte nur Gutes über ihn zu sagen:

Und dann meldete sich tatsächlich Pieter Hanson selbst auf Twitter an, um sich zu erklären, und schaffte es, die etwas unangenehme Situation auf äußerst charmante Art und Weise aufzulösen. Pieter erklärte, dass er in keiner Weise mit der Haltung seiner Mutter übereinstimme, sie aber trotzdem liebe. Er respektiere Frauen, glaube ihnen und würde niemals einen Hashtag wie #himtoo unterstützen.

Und so kam es, dass seit gestern das ganze Internet in Pieter Hanson verliebt ist und ihn seiner Mutter gerne abkaufen würde. 

chwa

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