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Pablo Martinez Monsivais/AP/dpa / twitter / Collage: jetzt.de

Ein Praktikumsplatz bei der NASA, da kann man schon mal ausflippen vor Freude. Man sollte es sogar. Denn was ist schöner, als bedeppert durch die Wohnung zu hüpfen und jedem im Haus mitzuteilen: SCHEIßE, ICH HABS GESCHAFFT! Heute reicht das „im Haus mitteilen“ natürlich nicht mehr, da ist richtiges Teilen angesagt. Online. Nur muss man da eben ein bisschen aufpassen, was für Vulgaritäten man herausschreit, wenn die ganze Welt zuhört. Vor allem, wenn man bei der NASA arbeiten will. Twitter-Userin @NaomiH_official musste genau das lernen – und zwar aufs Bitterste.

Twitter-NASA
Twitter: @CatlinNyaa

In überfreudigen Versalien postete sie am Montag: „Jeder hält jetzt verdammt noch mal die Klappe. Ich wurde für ein Praktikum bei der NASA angenommen“. Eine Antwort bekam sie daraufhin von Homer Hickam, den sie wohl leider nicht kannte. Er schrieb: „Language“, also „Achte auf deine Sprache“. Woraufhin sie zurückgab: „Lutsch meinen Schwanz und meine Eier. Ich arbeite für die NASA“.

Twitter-NASA
Twitter: @CatlinNyaa

Nun gab sich Hickam zu erkennen, der für das National Space Council arbeitet, ein Rat, der auch die NASA überprüft. Außerdem ist er Autor, Vietnam-Veteran und hat bei der NASA die ersten japanischen Astronauten trainiert. Userin Naomi merkte schnell, wie daneben das alles gegangen ist und löschte den Post. Nur war die Community mal wieder schneller und hatte längst einen Screenshot gemacht.

Die Peinlichkeit ging viral und zwar wegen eines Users, der durch unbekannte Quellen herausfand, was die Konsequenz der NASA war: Naomis Praktikumszusage wurde wieder zurückgenommen.

Die Twitter-Community reagiert darauf vor allem mit Empörung. Ein User kann nicht glauben, dass die „NASA jemanden ein Praktikum gegeben hat, der Homer Hickam nicht kennt“.

Andere wollen darin eine Lehre finden und appellieren: „Kinder, seid vorsichtig im Internet und tut keine dummen Sachen“.

Wieder andere empören sich vor allem über Hickam. Er sei ein Trottel, schreibt ein User. Und, dass Naomi das richtige getan habe.

“Doch ein Trottel ist Hickam sicher nicht. Das zeigt ein Post, den er auf seinem Blog zur Debatte veröffentlichte. Darin erklärt er, dass er gar nicht verantwortlich dafür gewesen sei, dass sie „gefeuert“ wurde. Er hat nur ihre Worte gelesen und es ist ihm aufgefallen, „dass diese junge Person vielleicht in Schwierigkeiten gerät, wenn die NASA diesen Tweet sieht“, schreibt er. Deshalb habe er mit „Language“ geantwortet und wollte es auch dabei belassen.

Außerdem erklärte er, dass sie sich längst entschuldigt habe und sie in seinen Augen eine Position in der Raumfahrtindustrie verdient habe und er alles dafür tun würde, ihr eine zu sichern, „die besser ist, als die, die sie verloren hat“.

Hickam
Homer Hickam
Hickam
Homer Hickam

Nach Hickams Post versuchen viele vorherigen Naomi-Supporter aufzuklären, dass der Schuldgesprochene gar nicht schuldig ist.

Ob Naomi den Platz am Ende dann doch noch bekommen hat, weiß man nicht. Genauso wenig, wie man weiß, wie ernst Hickam das alles meint. Viel Stress wird die Frau jedenfalls gehabt haben, die ihren Twitter-Account jetzt ganz gelöscht hat. Für das nächste Mal ist es für sie vielleicht doch besser, wieder zum guten alten Herumspringen im Haus zurückzukehren. Zumindest, wenn sie wieder so richtig losfluchen will.

flpf

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