EU-Parlament setzt sich auf Instagram für Bienenschutz ein - postet aber Bild einer Wespe

Armer, armer Social-Media-Verantwortlicher.

Das Bienensterben ist ein Riesenproblem. Denn die Tiere gehören zu den wichtigsten Nutztieren überhaupt. Und das liegt nicht nur daran, dass Honig sehr lecker ist, sondern sie bestäuben auch Pflanzen. Somit tragen sie maßgeblich dazu bei, dass unsere Vegetation und damit auch unsere Lebensgrundlage weiterbesteht. Seit Jahren geht die Anzahl an Bienen in Europa rapide zurück. Grund für das Massensterben sind zum Beispiel der übermäßige Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und das Verschwinden von Wiesen und Wäldern für Bauprojekte.

Dass dagegen etwas getan werden muss, fand nun auch das Europäische Parlament und startete einen Rettungsversuch: Per Instagrampost informierte es darüber, dass in manchen Mitgliedsstaaten die Anzahl an Bienenkolonien schon um 50 Prozent zurückgegangen ist und forderten gleichzeitig zu mehr Investitionen zum Schutz der Biene auf. Eigentlich eine dringende und gute Sache, doch blöderweise verwendeten die Instagramverantwortlichen beim EU Parlament für den Post nicht das Bild einer Biene, sondern das einer Wespe.

Sofort wurden sie von Nutzern über ihren Fehler aufgeklärt. Der Nutzer alexplanetg meinte in der Kommentarspalte sogar eine bestimmte Wespenart entdeckt zu haben: „Das ist eine asiatische Wespe, ein Bienenfeind."

Verantwortliche erklärten die Verwechslung damit, dass das Bild bereits in der Datenbank falsch betitelt gewesen sei. Ändern werden sie es aus Gründen der Transparenz  nicht. Es soll aber einen weiteren Post mit richtiger Biene geben.  Auch wenn Nutzer wie a_rin89 darauf anscheinend länger warten mussten: „Es sind schon fünf Stunden vergangen. Wo ist der neue, echte Bienenpost, der uns versprochen wurde?"

Der Fehler ist trotzdem sehr peinlich. Denn man muss kein Imker sein, um den Unterschied zu erkennen. Die Verwechslung ist wahrscheinlich ein weiterer Hinweis dafür wie drastisch die Situation ist, wenn die Instagramverantwortlichen beim EU Parlament nicht mehr genau wissen wie eine Biene wirklich aussieht.

Ein Gutes hat es aber: Durch den Fehler bekommt der Post mehr Aufmerksamkeit als sonst und kann dadurch der Biene vielleicht tatsächlich helfen. In der Kommentarspalte wird schon über die Verwendung von Glyphosat und anderen Pestiziden diskutiert. Der Nutzer 3artchristiaan meinte dazu: „Pestizide/Glyphosat sind ein ernstes Problem. Also, warum habt ihr dann erlaubt das Gift nochmal fünf Jahre  verwenden zu dürfen?"

bastam

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