Das Leben als Teenager ist nicht leicht. Der Hormonhaushalt spielt verrückt, man hat den ersten Liebeskummer und will immer modisch daherkommen. Letzteres wird allerdings schwierig, wenn die eigene Schule einen der heißesten Mode-Trends des Jahres verbietet ­– und einen deshalb auch noch nach Hause schickt. Gut, wenn es da zumindest Solidarität zwischen den Mädchen und Jungen der Schule gibt. 

Denn Schülerinnen einer High School in Kalifornien standen nun genau vor diesem Problem. Ihre Schule duldet seit Beginn des Schuljahres keine schulterfreien Oberteile mehr. Eine 16-jährige Schülerin sagte gegenüber Yahoo Style, dass die Schulverwaltung meinte, das sei zu ihrer eigenen Sicherheit. „Ich verstehe nicht, wovor man uns schützen will“, so die Schülerin. Laut ihrer Aussage seien bereits am ersten Schultag 50 Schüler ermahnt worden, weil sie gegen den Dresscode der Einrichtung verstoßen hatten. Die Kleidungsvorschriften gibt es bereits seit einigen Jahren, allerdings seien diese nicht von der Schule durchgezogen worden, so die Schülerin. Als die 16-Jährige selbst vergangenes Jahr schulterfrei zum Unterricht gekommen war, habe das keine Konsequenzen gehabt.

 „Es ist ja nicht so, dass wir jemanden damit schaden würden. Es ist lächerlich, dass wir wegen so etwas gegen die Schulverwaltung ankämpfen müssen“, sagte die Schülerin. Das fanden auch ihre männlichen Mitschüler – und solidarisierten sich mit den Mädchen, indem sie selbst in schulterfreien Tops zur Schule gekommen sind.

Laut Schulleiter Adrian Ramirez, der sich in einem Brief an die Schüler richtete, ginge es vor allem darum, die Kleiderordnung einzuhalten. Man wolle die Schüler davor schützen „Opfer von Demütigungen“ zu werden. Welche Art Demütigung im Bezug auf die schulterfreien Tops gemeint sind, sagte er nicht.

Der Protest der Jungs (und auch Mädchen) zeigte allerdings Wirkung: Schulleiter Ramirez gründete ein Schülerkomitee, das sich weiter um das Thema Dresscode kümmern soll und will es auch in die nächste Lehrerkonferenz einbringen. 

mad 

 

Noch mehr Solidarität? Gerne: