Lena Dunhams Beziehung zu den sozialen Medien ist nicht ohne Konfliktpotenzial. Dunham neigt dazu, Twitter und Instagram relativ impulsiv zu nutzen und bekommt immer wieder Ärger wegen ihrer Statements und Bilder. Doch die Bilder, die sie gestern veröffentlicht hat, haben ihr vor allem sehr viel Lob eingebracht:

Lena Dunham hat zwei Fotos nebeneinandergestellt. Beide zeigen Paparazzi-Aufnahmen von ihr, mit einem entscheidenden Unterschied: Auf dem linken Foto wiegt sie 62,5 Kilo, auf dem rechten 73,5 Kilo. In dem begleitenden Text dazu beschreibt sie, welche Reaktionen sie auf ihr jeweiliges Aussehen bekommen hat. Wie nicht anders zu erwarten, bekam sie für ihr dünneres Selbst sehr viel mehr „positive“ Reaktionen als für ihr heutiges Gewicht. Doch Dunham schreibt eben auch, wie es ihr in den Momenten, in denen die Fotos aufgenommen wurden, ging: Als sie wenig wog, war sie emotional und körperlich krank, ernährte sich fast ausschließlich von Kaffee und unverhältnismäßig vielen Medikamenten. Heute fühlt sie sich gesund und fröhlich, auch wenn sie kaum mehr Komplimente von Fremden bekommt – dafür von den Menschen, auf die es ankommt.

Dunham schreibt in ihrem Kommentar auch, dass sie trotz ihrer feministischen Einstellung und der festen Überzeugung, dass alle Körper wunderschön sind, bisweilen sehnsuchtsvoll auf ihr dünneres Ich starrt. Bis sie sich wieder daran erinnert, wie es damals in ihr aussah und wie krank sie zu diesem Zeitpunkt war.

Dunham ist seit Beginn ihrer Karriere sehr offensiv mit ihrem Körper und ihrer Gesundheit umgegangen. Möglicherweise notgedrungen, denn ebenfalls von Anfang an war ihr „unkonventionelles Aussehen“ ein großes Thema in sämtlichen Berichten über sie. Dunham erzählte in einem Interview, dass sie aus genau diesem Grund angefangen hat, sich beispielsweise in ihrer Serie „Girls“ nackt zu zeigen: Weil sie es wichtig findet, jemanden zu zeigen, der zwar nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, sich aber dennoch sehr wohl im eigenen Körper fühlt.

Doch Dunhams Offenheit geht noch weiter: Für ihren Newsletter „Lenny“ schrieb sie einen langen Text über ihr Leben mit Endometriose und sie  sprach offen darüber, dass sie aufgrund dieser Krankheit ihre Gebärmutter entfernen ließ. Und als sie aufgrund ihres Gewichtsverlust auf dem Cover einer Klatschzeitschrift landete, unter der Überschrift „Diäten, die wirklich funktionieren“, erklärte sie auf Instagram sehr detailliert die wahren Gründe für den dramatischen Gewichtsverlust.

20 slimdown diet tips! 1. anxiety disorder * 2. resultant constant nausea 3. an election that reveals the true depths of American misogyny 4. constant sweaty dreams of dystopian future 5. abdominal adhesions pinning ovary below uterus * 6. baseless but still harrowing threats to physical safety online and through smail mail 7. watching institutions you love from Planned Parenthood to PBS be threatened by cartoon mustache-twirling villains 8. finally realizing superheroes aren't real (specifically the X-Factor, really thought they'd handle this) 9. marching your ass off 10. a quiet rage that replaces need for food with need for revenge 11. sleeping 19 hours a day 12. realizing that even the liberal media wants dem clicks no matter whut 13. worrying ceaselessly about the health and safety of women you know and women you don't 14. realizing who ya real friends are 15. having to switch from Uber to Lyft (lots of calories burned trying to understand a new app, then even more trying to understand if the conflict was resolved) 16. bladder spasms, urinary frequency and urgency * 17. having your phone number leaked and violent images texted to your phone by randos under names like VERYFATCHUCKYBOY@creepz.com 18. keeping your back arched against the wind 19. um, who the fuck cares? 20. I have no tips I give no tips I don't want to be on this cover cuz it's diametrically opposed to everything I've fought my whole career for and it's not a compliment to me because it's not an achievement thanx * Star indicates a pre-existing condition

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chwa

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