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„Ich begleite dich, wenn dein Lebensende sichtbar wird“

Viele Menschen, die im Krankenhaus arbeiten, erzählen unter #MeinEinsatzFürDich von ihrem Alltag.
Foto: photocase.de

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Sie sind zur Stelle, wenn wir Hilfe brauchen, Schmerzen haben, angewiesen sind auf andere: Krankenschwestern, Pfleger, Ärzte und Ärztinnen und all die anderen Menschen, die sonst noch im Gesundheitswesen arbeiten.

Karin Schneider ist Ärztin und Teil des Think-Tanks „Twankenhaus“, der sich  für bessere Arbeitbedingungen für Pfleger und Ärzte einsetzt. Sie und ihre Mitstreiter stecken hinter dem Hashtag #MeinEinsatzFürDich, der gerade auf Twitter trendet. Unter ihm erzählen viele Menschen mit medizinischen Berufen aller Art, was sie bei ihrer Arbeit eigentlich genau machen, was sie leisten für kranke Menschen. „Die meisten von uns kriechen auf dem Zahnfleisch, ob Krankenschwester, Rettungssanitäter oder Arzt“, sagt Schneider. „Aber die Menschen agieren zu oft gegeneinander statt miteinander.“ Dabei habe jede Gruppe die gleichen Probleme – und die Ursache sei das System.

Die Menschen haben offenbar Gesprächsbedarf: Mehr als 2000 Tweets wurden unter dem Hashtag innerhalb weniger Stunden veröffentlicht:

Langfristig möchten die etwa 50 Menschen, die hinter „Twankenhaus“ stehen, auch an Politik, Verbände und Gewerkschaften herantreten. „Wir wollen aus der Basis heraus zeigen, welche kleinen Dinge für uns viel verbessern würden“, sagt Schneider. Als Beispiel nennt sie Betriebskindergärten. Denn viele Kindergärten öffnen erst um sieben Uhr. Schwierig, wenn die Schicht in der Pflege um diese Zeit schon begonnen hat. „Das ist so ein starres System, aus dem viele ausgeschlossen werden“, sagt Schneider. Das will sie ändern. Ein erster Schritt: Verständnis füreinander herstellen, die Menschen hinter ihren Jobs sichtbar machen, erklären: Was bedeutet es für mich, Pfleger zu sein oder auf der Intensivstation zu arbeiten? Dafür ist #MeinEinsatzFürDich da. Ein nächster Schritt soll dann ein Positionspapier mit konkreten Forderungen sein.

soas

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