spiegel quadr
Screenshot: Twitter

Klingt nach einer Knobelaufgabe aus dem Physik-Unterricht: Mach ein Foto von einem Spiegel, ohne, dass du darauf zu sehen bist. Gar nicht so einfach. Auch Menschen, die einen Spiegel verkaufen wollen, scheinen dafür keine wirkliche Lösung zu haben. Zumindest den Fotos nach zu urteilen, die sie ihren Online-Anzeigen anhängen. Dafür sind sie aber jetzt zum Selfie-Trend geworden – wahrscheinlich unfreiwillig.

Am Mittwoch hat der User Siv auf Twitter geschrieben: „Es ist meine neue Lieblingsbeschäftigung, Posts von Menschen anzuschauen, die ihre Spiegel verkaufen.“ Dazu ein paar Screenshots: ein Mann in Jeans und Pulli, der sich etwas ungünstig vor dem Spiegel räkelt. Ein älterer Herr auf dem Speicher, der sich zwar verrenkt, um nicht im Weg zu sein – und gerade deswegen in voller Größe erscheint. Und dann ist da noch die Hand mit Smartphone, die geisterhaft zwischen einem Geländer hervorlugt. 

Danach geht die Geschichte weiter, wie Geschichten im Netz nun mal weitergehen: Fast 150.000 Retweets, fast eine halbe Million Herzen – und zack, spült es unzählige Spiegel-Selfies in die Timelines. Es scheint nämlich sehr viele Menschen zu geben, die ein solches Möbel loswerden wollen. Und alle, alle, alle scheitern daran, sich aus dem Bild zu halten. Manche schaffen es, ihr Gesicht zu verbergen. Zum Beispiel, indem sie sich ein weißes Laken überziehen. Andere versuchen es gar nicht erst und ziehen, äh, gar nichts an.

Besonders beliebt auf Spiegel-Selfies: Beine, mal angewinkelt, mal in kurzen Hosen. 

Kommt auch gut: Hunde, egal ob mit oder ohne Herrchen. 

Selbst ausgecheckte Stativkonstruktionen ändern nichts dran: Ein bisschen Fotograf ist immer mit im Bild. Sei’s drum, dafür gibt’s Likes. 

jwh 

Mehr lustige Netz-Geschichten: