Ein Waschbär muss tun, was ein Waschbär tun muss. Und manchmal ist das: klettern. Zum Beispiel vorgestern in Minnesota. Dort kletterte ein Waschbär zunächst auf ein Bürogebäude. Das Sicherheitspersonal fing ihn auf dem Dach ein, brachte ihn nach unten, alles gut – vorerst.

War dem Waschbären aber nicht genug. Er wollte höher hinaus. Sein neues Ziel: die UBS Plaza, ein Hochhaus mit 25 Stockwerken, 93 Meter hoch. Etage um Etage kletterte er die Außenfassade hoch, stieg mal seitwärts, mal wieder ein paar Meter nach unten – und wurde dabei sowohl von Passanten als auch von Twitter-Usern staunend verfolgt.

Tim Nelson, Reporter von MPR News, war einer der ersten, der über den Waschbären berichtete, welcher schnell einen eigenen Hashtag bekam: #MPRraccoon. Nelson filmte ihn etwa, als der Bär sich im 23. Stock ausruhte, kratzte, streckte. Darf schon mal sein, so ein Päuschen. 

Drolliges Tier klettert in lebensbedrohliche Höhen: Natürlich ging #MPRraccoon viral. Auf Twitter ploppte ein Tweet nach dem anderen auf. Ein User, der offenbar im UBS Plaza arbeitet, fotografierte den Waschbären, als er während seines Aufstiegs am Fenster des Users vorbeikam. „Es scheint ihm gut zu gehen“, schreibt er, „wir müssen ihm alle die Daumen drücken“. 

Auch hierzulande fieberten User mit. Gern auch mit ironischem Zungenschlag, nachdem der Waschbär zwischenzeitlich mehr Aufmerksamkeit zu bekommen schien als das Gipfeltreffen von Donald Trump und Kim Jong-un. 

Die gute Nachricht übrigens: Der Waschbär ist sicher auf dem Dach angekommen. Dort hatte das Gebäudepersonal Lebendfallen aufgestellt, um das Tier sicher wieder auf den Boden zu bringen. Aber wer weiß, vielleicht hat es schon das nächste Kletterhaus erspäht.

jwh

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