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„Das Cannabis haben die Mäuse gefressen“

Mit dieser Ausrede wollten Polizeibeamte in Argentinien das Verschwinden einer halben Tonne Marihuana erklären.
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    Foto: imago stock&people; imago ctk photo

Dass Ausreden, in denen Tiere irgendetwas gefressen haben, nicht besonders gut ziehen, hätten Polizeibeamte aus Argentinien eigentlich wissen können. Denn was bei Hunden und Hausaufgaben schon wenig glaubwürdig erscheint, erscheint bei Mäusen, die innerhalb von zwei Jahren mehr als 500 Kilo Marihuana gefressen haben sollen, noch weniger plausibel. 

Trotzdem benutzten argentinische Polizeibeamte diese Erklärung vor Gericht, nachdem bei der Inspektion eines Lagers für beschlagnahmte Drogen nur 5460 Kilo Marihuana gefunden werden konnten. Zwei Jahre zuvor wurden dort nämlich noch 6000 Kilo registriert.

Experten schätzten dann vor dem Gericht ein, dass diese Aussage höchstwahrscheinlich nicht stimmt. Mäuse würden die Droge üblicherweise nicht mit Futter verwechseln. Und wenn doch, hätte eine unfassbare Menge Mäuseleichen im Lager liegen müssen.

Inzwischen wurden acht Polizeibeamte für das Verschwinden der Drogen entlassen. Für einige von ihnen ist das Verfahren allerdings noch nicht vorbei: Am 4. Mai müssen sie sich erneut dem Richter stellen. Der will nämlich herausfinden, ob das Marihuana verschwunden ist, weil die Beamten ihren Job einfach nicht ordentlich gemacht und das Lager nicht angemessen überwacht haben – oder ob sie die Drogen für ihre Zwecke missbraucht, also konsumiert und verkauft haben.

lath

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