So viel Geld würde Bill Gates bleiben, wenn er eine Frau wäre

Forbes Brazil macht mit der "Equal Pay Billionaires" auf die ungleiche Bezahlung von Mann und Frau aufmerksam.
Forbes

Frauen verdienen nach wie vor deutlich weniger als Männer. Pro US-Dollar, der einem Mann ausbezahlt wird, kommt eine Frau auf etwa 80 Cent. Forbes Brazil macht darauf gerade mit einer bildstarken Kampagne aufmerksam: „Equal Pay Billionaires“. Das Wirtschaftsmagazin, das jedes Jahr ein Ranking der reichsten Menschen der Welt veröffentlicht, hat errechnet, auf welchen Rang die Milliardäre Bill Gates, Mark Zuckerberg und Carlos Slim fallen würden, wenn sie Frauen wären – und verpasst den drei Herren gleich noch ein weibliches Alter Ego.

Dass Frauen in ihren Jobs schlechter verdienen, ist das eine. Das andere ist: Sie haben eine höhere Lebenserwartung und erreichen früher ihr Maximalgehalt, was die Ungleichheit noch potenziert.

Heißt konkret: Wäre Microsoft-Gründer Bill Gates, mit einem geschätzten Vermögen von 86 Milliarden US-Dollar der reichste Mensch der Welt, eine Frau, würde er von Platz eins auf Platz vier der Forbes-Liste fallen.

Bild: Forbes / AAUW

Noch mehr Plätze verliert Mark Zuckerberg, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Facebook. Marcia Zuckerberg hätte zwölf Milliarden Dollar weniger als Mark – und fiele vom fünften auf den elften Rang. 

Bild: Forbes / AAUW

Carla Slim, die weibliche Version des mexikanischen Unternehmers Carlos Slim, müsste ebenfalls mit weniger klarkommen: 45 statt 54.5 Milliarden. 

Bild: Forbes / PWC

Gut möglich, dass Forbes Brazil mit „Equal Pay Millionaires“ vor allem im Netz deutlich mehr Menschen erreicht, als mit der jährlichen Liste des Haupthauses. Wobei schon ein Blick in die Liste reichen würde, um die ungleichen Einkommensverhältnisse von Männern und Frauen zu unterstreichen. Als erste Frau rangiert L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt auf Platz 14. Die nächste? Alice Walton, Nummer 17, ebenfalls Erbin.

So geht es weiter: In den Top-100 der Forbes-Liste tauchen nur Frauen auf, die geerbt haben. Die erste Frau, die es aus eigener wirtschaftlicher Kraft in das Ranking geschafft hat, ist die Chinesin Zhou Qunfei. Vergleichsweise beschauliche 7.4 Milliarden US-Dollar. Platz 186. 

jwh

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