„Bisexuelle Männer werden ständig als ‚verwirrt‘ und schwul bezeichnet“

Unter dem Hashtag #BisexualMenExist fordern sie weniger Vorurteile und mehr Sichtbarkeit.
buzz bimaenner

Illustration: jetzt

Tausende Männer aus der ganzen Welt posten Selfies mit dem Hashtag #BisexualMenExist auf Twitter. Dadurch zeigen sie: Wir existieren. Sie folgen damit dem Aufruf des Programmierers und LGBTQ+ Aktivisten Vaneet Mehta. Er kritisiert in einem Tweet die Diskriminierung von bisexuellen Männern und fordert mehr Sichtbarkeit. Laut der Huffington Post war der Auslöser für Mehtas Kampagne eine Szene der Netflix Reality Show „Love is Blind“ und die Reaktionen darauf. In der Sendung kam es zu einem Streit zwischen einem Paar, als der Verlobte seiner Partnerin von seiner Bisexualität erzählte. Bei der anschließenden Diskussion auf Twitter hätten sich viele Frauen ablehnend gegenüber einem potenziellen bisexuellen Partner positioniert, berichtet Mehta der Huffington Post. Dieser „Biphobie“ wollte er etwas Positives entgegensetzen.

Vaneet Idee scheint funktioniert zu haben, denn Tausende Menschen teilen seinen Beitrag oder posten ihre eigenen Erfahrungen unter dem Hashtag. Viele Teilen auch ihr Foto und zeigen sich stolz.

Die Postings zeigen aber auch: Bisexuelle Männer haben mit diversen Vorurteilen zu kämpfen. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie verwirrt oder schwul seien. Auch mangelnde Beziehungsfähigkeit wird ihnen unterstellt.

Ein weiterer Aspekt der vielen wichtig ist: Die eigene Sexualität verändert sich nicht, je nachdem wen man datet. Auch Männer, die bisher nur Frauen oder nur Männer gedatet haben, können bi sein.

Einige Nutzer*innen kritisieren, dass die Diskussion über die Existenz bisexueller Männer überhaupt noch geführt werden muss.

Manche User*innen machen durch Humor deutlich, wie absurd die Diskussion eigentlich ist. „ Ich kann es bestätigen, wir existieren. Hier habe ich einen in der Wildnis entdeckt“, schreibt Bae Grylls, Tumblr Bisexual (Esq.) über sein Foto. „Hier sind einige Bilder, um zu beweisen, dass ich real bin“, schreibt Kennet.

kste

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