Nie war der gängige (höhö) deutsche Begriff für einen Fußgängerübergang unpassender: „Zebrastreifen“. Eine Bezeichnung, die voraussetzt, dass die Streifen auf der Straße in Schwarz-Weiß-Optik daherkommen. So sollte man den englischen Begriff „Crosswalks“ also vermutlich nicht mehr übersetzen, wenn man über die Streifen in Maplewood spricht. Die Kleinstadt in New Jersey kennzeichnet diese Übergänge an einer Kreuzung nämlich ab sofort mit leuchtenden Regenbogenfarben.

Die Idee wurde zwar auch schon in anderen Städten der USA umgesetzt – allerdings bleiben die „Crosswalks“ in der Regel nur temporär so bunt, zum Beispiel anlässlich des Christopher Street Day.

In Maplewood sollen die Regenbogenfarben aber langfristig bleiben dürfen. So will die Stadt ein Zeichen für die Rechte der LGBTQ-Gemeinde setzen. Immerhin seien die Bürger Maplewoods „unglaublich divers und progressiv“, wie Dean Dafis, ein Mitglied des Gemeindeausschusses, in einem Youtube-Video sagt.

Außerdem erklärte er gegenüber der regionalen Nachrichtenseite NJ.com: „Wir wollen vor allem unseren jungen Leuten – von denen vermutlich viele Rückenstärkung und Bestätigung brauchen können – ermöglichen, stolz über ihre Ängste und Selbstzweifel hinwegzuschreiten.“ Der Fußgängerüberweg solle das zumindest symbolisch ermöglichen. 

Laut Dafis hätten die regenbogenfarbenen Streifen auch noch einen anderen Vorteil gegenüber den herkömmlichen in Weiß: Sie seien kaum zu übersehen, die Autos würden viel langsamer an sie heranfahren. Damit könnten sie den Übergang für Fußgänger sicherer machen. 

lath 

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