Sex mit mehr als einem Partner

Das könnten sich erstaunlich viele Deutsche vorstellen: die Zwischenergebnisse der Studie "Generation What".
Foto: Generation What

Ok, ok, es war eine Weile etwas ruhiger um die "Generation What", die größte jemals aufgelegte europaweite Studie zur Lebenswelt junger Menschen. Bevor wir aber endgültig ins Sommerloch fallen, gibt es jetzt ein paar sehr interessante Zwischenergebnisse. Thema:  Sex. Und Treue. 

Treue dürfte für jeden Liebenden das Wichtigste in einer Beziehung sein – denkt man doch, oder? Ist es aber nur für 74 Prozent der bislang 770.000 Befragten zwischen 18 und 34 Jahren.  Das restliche Viertel scheint kein Problem damit zu haben, wenn der Partner anderweitig flirtet, knutscht oder beischläft. Na gut, kann man dann argumentieren, eigentlich gibt es doch noch einen viel wichtigeren Aspekt, der überhaupt Voraussetzung für die Treue ist: Liebe. Aber auch hier überrascht das Ergebnis. Nur etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer aus ganz Europa (58%) empfindet es als undenkbar, eine Beziehung ohne Liebe zu führen. Ist also der halbe Kontinent einfach so mit jemand anderem zusammen? Weil's halt gerade ganz gut passt oder weil der Partner vielleicht nett anzuschauen ist oder einfach nur einen dicken Geldbeutel mit sich rumträgt? Oha. 

Was die Abwechslung angeht, scheint Europas Jugend offener zu sein. 19 Prozent gaben an, dass sie noch nie gleichgeschlechtlichen Sex gehabt hätten - ihn aber gerne probieren würden. Auffällig: Davon sind nur 10 Prozent Männer, während 26 Prozent der Frauen einer lesbischen Erfahrung nicht abgeneigt wären. 

Sex mit mehr als einer Person ist für viele junge Menschen, Überraschung, eine reizvolle Vorstellung. 39 Prozent der bisherigen Teilnehmer würden gerne mit mindestens zwei Partnern ins Bett, 12 Prozent geben an, schon entsprechende Erfahrungen gesammelt zu haben. In Deutschland ist dieser Trend noch deutlicher: 45 Prozent der befragten jungen Deutschen sind neugierig gegenüber Sex mit mehr als einer Person, 42 Prozent lehnen ihn ab. 

jetzt begleitet die Studie als Kooperationspartner mit Geschichten und Berichten. 

max

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