John Oliver veröffentlicht Kinderbuch mit homosexuellen Hasen

Damit trollt er den US-Vizepräsidenten Mike Pence.

Am Sonntag machte sich der Late-Night-Show-Host John Oliver über den US-amerikanischen Vizepräsident Mike Pence lustig. Pence arbeitet nicht nur in der amerikanischen Regierung – er veröffentlichte heute auch ein Kinderbuch namens „Marlon Bundo’s Day in the Life of the Vice President“, in dem es um den Hasen der Familie, Marlon Bundo, geht. Das Buch schrieb Pences Tochter, seine Frau illustrierte es. 

John Oliver wird sich das Buch wohl nicht kaufen. In seiner Show „Last Week Tonight“ kritisiert er die extrem konservativen Standpunkte von Pence. Vor allem stört ihn, dass Pence sich immer wieder gegen verbesserte Rechte für die LGBTQ-Community einsetzt. Pence tritt zum Beispiel gegen die Ehe von Homosexuellen ein und ist mit James Dobson befreundet, dessen Organisation „Focus on the Family“ sich für „Therapien“ für homosexuelle Personen einsetzt. Er sprach sich außerdem dagegen aus, dass sie zum Militär gehen dürfen, und unterschrieb als Gouverneur von Indiana den Religious Freedom Restoration Act, der es Unternehmen erlaubt, homosexuelle Personen aus religiösen Gründen zu diskriminieren.

Pence geht mit dem neuen Buch auch auf Lesetour. Und eine Station der Tour ist bei „Focus on the Family“. Ein Buch über einen süßen Hasen sei ja schön und gut, meint Oliver. Aber dass Pence es bei der homophoben Organisation präsentiert, gehe zu weit. Deshalb veröffentlichte John Oliver selbst ein Kinderbuch – in dem es ebenfalls um den Hasen Marlon Bundo geht. Der größte Unterschied: Der Hase in Olivers Buch „A Day in the Life of Marlon Bundo“ ist schwul.

„Zwischen den beiden Büchern gibt es ein paar kleine Unterschiede“, erklärt John Oliver in seiner Show: „Unser Hase trägt eine Fliege. Außerdem verliebt sich unser Hase in einen anderen männlichen Hasen. Weil unser Marlon Bundo schwul ist – so wie der echte Marlon Bundo“, sagt der Moderator.

Alle Einnahmen, die durch Olivers Buch entstehen, gehen an LGTBQ-Organisationen. Ein guter Grund, das Buch zu kaufen, ist laut dem Moderator außerdem, dass Pence wohl ziemlich „angepisst“ wäre, wenn John Oliver damit mehr Einnahmen macht als Pence selbst mit seinem Buch.

hac

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