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Foto: Privat

Das ist...

... Alex Frank, Busfahrer auf der Linie 13 in Würzburg. Und er schafft etwas, das nicht selbstverständlich ist. Dass man nämlich mit den Öffis fährt, Spaß dabei hat und hinterher ein bisschen besser drauf ist als vorher. So geht es aber wohl vielen Menschen, die bei Alex im Bus sitzen.

Der 25-Jährige ist seit knapp zweieinhalb Jahren Busfahrer bei der NVG Omnibus-Betriebsgesellschaft in Würzburg. Und für ihn ist Busfahren mehr, als Menschen von A nach B zu bringen. Während der Fahrt greift er immer wieder zum Mikro, um kleine Witze zu machen, die Leute auf ihre Anschlussmöglichkeiten an der nächsten Bushaltestelle aufzuklären – oder um sich einfach dafür zu bedanken, dass sie bei ihm im Bus mitgefahren sind.

Seine Fahrgäste scheinen überrascht und erfreut zu sein über die Menschlichkeit, die Alex Frank in den Bus bringt (siehe das Video oben). Warum Alex sein Beruf solchen Spaß macht? „Ich wollte schon immer große Fahrzeuge fahren. Außerdem gibt es einem ein Gefühl von Freiheit, wenn man den ganzen Tag durch die Stadt fährt und nicht immer am gleichen Ort sitzt“, sagt er im Gespräch mit jetzt.

Der kann...

... besonders gut die Lautsprecheransagen der Deutschen Bahn parodieren. Er zählt die Stadtteile und Dörfer auf, die man ab der nächsten Haltestelle erreicht, weist darauf hin, dass der Ausstieg in Fahrtrichtung rechts ist und beendet eine Fahrt gerne mal mit: „Thank you for travelling with the NVG“.

Als Alex nach Würzburg kam, wurde ihm die Stadt stets als Touristenmagnet vorgestellt. „Ich fand es schade, dass die Leute aber auf bestimmte Sehenswürdigkeiten gar nicht aufmerksam wurden“, sagt Alex. Deshalb habe er irgendwann angefangen, auch darauf während der Fahrt hinzuweisen.

Der kommt...

... ursprünglich aus Thüringen und hatte als Kleinkind erst mal Angst vor Bussen. „Zumindest hat meine Mutter mir das erzählt, ich kann mich daran heute nicht mehr erinnern.“ Mit acht Jahren stand für ihn aber fest, dass er Busfahrer werden möchte. „Ich fand es schon als Schüler herrlich, an der Haltestelle zu sitzen und dann zu sehen, wie so ein großes Geschoss vorfährt.“

Der geht...

... manchmal nicht ohne Applaus nach Hause. Hin und wieder klatschen seine Fahrgäste an der Endstation, Alex sagt: „Oft kommen die Leute auch zu mir vor und bedanken sich für die Fahrt.“ Ein junger Fahrgast habe ihn auch schon mal als den „coolsten Busfahrer“ bezeichnet, erinnert er sich.

 

Wir lernen daraus, ...

... dass Busfahrer nicht immer finster dreinblickende Herren sind, die ein „Hallo“ zwischen den Zähnen zermahlen. Und, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, wenn man seiner Umgebung herzlich begegnet.

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