Mit Valencia verbinden die meisten Menschen die schöne Playa, Paella oder das berühmte Festival „Las Fallas“. Die Stadt an der spanischen Mittelmeerküste gilt zudem als Erasmushochburg und Touristenmagnet. Jetzt gerät Valencia auch noch durch eigenwillige Kunst in die Schlagzeilen.

Eine Frau, die sich über den erigierten Penis eines Mannes beugt, eine Figur, die gerade masturbiert, und andere Skulpturen können derzeit im Hafenbecken von La Marina de Valencia von Besuchern wie Einheimischen bestaunt werden. Die Installationen stammen vom Künstler Antonio Miró und sind Werbung und Vorgeschmack für dessen nächste Ausstellung im nahegelegenen Kulturzentrum.

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Foto: Jose Jordan / AFP
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Foto: Jose Jordan / AFP
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Foto: Jose Jordan / AFP
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Foto: Jose Jordan / AFP

Die meisten Valencianos nehmen die schwarzen Metall-Skulpturen gelassen hin, ebenso wie die zahlreichen Touristen, die am Hafenbecken entlang schlendern.

Doch nicht alle sind erotischer Kunst gegenüber so aufgeschlossen. Das konservative Familienforum findet, dass die Skulpturen gegen das Gesetz zum Schutz von Minderjährigen verstoßen könnten.

Das sieht der 74-jährige Künstler anders. Die abgebildeten Szenen seien Darstellungen auf antiken griechischen Vasen nachempfunden. Einige Eltern befürchten jedoch, die Kunstwerke könnten Kinder schockieren. Für diese Bedenken hat Miró kein Verständnis und bezeichnet die Eltern als „rückständig“. 

Auch der Bürgermeister der drittgrößten Stadt Spaniens, Joan Ribó, sieht die Installationen gelassen. Für die einen könne es „strittig“ sein, für andere völlig normal. Solche Figuren seien in Italien und anderswo reichlich vorhanden. 

csö

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