"Ich bin keine Frau. Ich bin kein Mann."

Prince war ein Vorbild der Queer-Community. Die jetzt um ihn trauert.

Nicht nur für die Fans seiner Musik war der Tod von Prince ein trauriges Ereignis. Auch die queere Community zeigt sich betroffen vom Ableben ihres großen Vorbilds.

„Ich bin keine Frau. Ich bin kein Mann. Ich bin etwas, was du nie verstehen wirst“, singt Prince in „I would die 4 U“, ein Symbol dafür wie er auch in seinen Auftritten die Geschlechterrollen immer wieder in Frage stellte und mit Klischées brach, die zuvor das „Mann-Sein“ definierten.  

Viele User twittern über die Bedeutung von Prince für ihre persönliche sexuelle Entwicklung. Sie teilen ihre eigenen Erfahrungen und beschreiben, wie Prince ihnen geholfen hat, ihre queere Sexualität zu akzeptieren. „Danke dafür, dass wir queeren Kids uns okay fühlen können“, twittert zum Beispiel eine Nutzerin namens Dr Kristine Diaz. Allein Princes Existenz habe die traditionellen Formen des Ausdrucks von Geschlecht und sexueller Identität in den Achtzigern in Frage gestellt. Und MindaHoney schreibt: “Prince hat schwarzen Kids einen Entwurf davon gegeben, wie man queer ist.“ 

Im Januar 2016 war mit David Bowie bereits eine große Ikone eines anderen Männerbildes gestorben. Bowie und Prince hatten beide mit ihrem oft femininen Auftreten ihre eigene Definition davon geschaffen, was es bedeutet, ein Mann zu sein. "Es ist verrückt, dass all diese Legenden von uns gehen. David Bowie, Prince. Erstaunliche, queere Visionäre in ihrem eigenen Recht."

Auch auf den Tod der Wrestlerin Chyna, die einen Tag vor Prince verstarb, nahm ein User Bezug: „Prince und Chyna in einer Woche? Unsere Geschlechtergrenzen überschreitenden Helden verlassen uns?“

Chyna war als Wrestlerin mehrmals siegreich aus Kämpfen gegen Männer hervorgegangen und forderte durch ihr Auftreten im Playboy auch eine Diskussion über weibliche Schönheits- und Verhaltensideale heraus.

ses

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