Schwule Polizisten gehen bei London Pride auf die Knie

Ihre Heiratsanträge machen uns Hoffnung.

Es fällt in diesen Tagen ja nicht schwer, den Glauben an die Briten zu verlieren. Schließlich kommen von der Insel seit Tagen schreckliche Nachrichten, oder zumindest solche, die so missmutig machen wie siebenundzwanzig Wochen Londoner Sommerregen: Das Ja zum Brexit, der Rücktritt von Premierminister David Cameron und seine Ansage, das Austrittsgesuch erstmal nicht einreichen zu wollen. Die Demonstrationen der Brexit-Gegner, der Streit zwischen England und Schottland. Ein paar schwierige Fragen bestimmen alles: Wie geht es weiter mit der EU? Mit den Briten? Mit ihrem Königreich? Das macht Kopfweh und schlechte Laune.

Wie gut tun da die Bilder, die am Samstagnachmittag aus London kommen.

Bei einer LGBT-Parade durch die britische Hauptstadt tritt einer der Polizeibeamten, die die Strecke absichern, aus der Reihe. Am Absperrgitter nimmt er seinen typischen eierförmigen Bobby-Helm ab. Vor einem durchtrainierten Kerl im Muskelshirt geht der Polizist auf die Knie und greift nach seiner Hand. Seine Frage ging im Jubel und Applaus der Umstehenden genauso unter wie die Antwort des Freundes, doch das LGBT-Netzwerk der Londoner Polizeigewerkschaft räumt in einem Tweet letzte Zweifel aus: "Er hat 'Ja' gesagt."

Und weil es so schön ist, hier der ganze Heiratsantrag nochmal im Video: 

Und als hätten sich die glücklich verliebten Jungs von der Londoner Polizei verabredet, um ein Gegengewicht zu schaffen zu all den miesen Nachrichten aus ihrem Land, blieb es nicht bei diesem einen Antrag. Auch dieser Beamte nutzte die Gelegenheit: 

Auf Twitter hagelte es Glückwünsche für die Verlobten.  Vielen dürften sowas ähnliches fühlen wie @carolinewwm . Sie schrieb: "Ein wunderschönes Licht der Liebe und Hoffnung an diesem Tag, an dem ich noch Brexit-geschädigt bin."

leja

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