Lieferbote beobachtet Seitensprung eines Kunden – und petzt

Die Freundin hatte ihren Freund mit der Lieferung überraschen wollen.
Foto: ap; Collage: Katharina Bitzl

Es gibt Unternehmen, die haben einen guten Kundendienst. Da kann man sich beispielsweise beschweren und bekommt dann Geld zurück oder ein Geschenk oder zumindest den unbedingten Willen, das Problem zu lösen. Und es gibt Kundenservice, der über solche Gefälligkeiten hinaus geht. Genauer: So weit, dass er die Seitensprünge deines Partners aufdeckt. 

Diese Erfahrung hat zumindest Kayla gemacht, wie sie selbst in einem langen Twitter-Thread öffentlich erzählt hat. Weil ihr Freund gerade mitten in den Prüfungsvorbereitungen steckte, wollte die junge Amerikanerin ihm eine Freude machen und ihn mit Nervennahrung versorgen. Weil sie allerdings drei Stunden von ihm entfernt war, brauchte sie dafür die Hilfe des Lieferservices der Sandwich-Kette „Jimmy John's“ – der neben ausliefernden Tätigkeiten wohl auch noch privatdetektivische erfüllt.

Denn nachdem Kayla dort bestellt und dabei auch den Grund für die Bestellung angegeben hatte, erhielt sie einen Anruf. Sie dachte, der Dienst wolle bestätigen, dass das Essen angekommen sei. Stattdessen, so schreibt Kayla auf Twitter, habe ihr der Lieferbote über etwas ganz anderes Bericht erstattet: 

„Normalerweise“, so habe er gesagt, „machen wir das ja nicht. Aber ich glaube, du wüsstest es gerne: Als wir zur Tür deines Freundes liefen, konnten wir in seine Wohnung sehen – und dabei auch, wie eine nackte Frau auf ihm saß.“ 

Kayla sei zunächst skeptisch gewesen, ob der Lieferbote auch die Wahrheit sagte. Dann habe sie sich aber mit ein paar Nachfragen versichern können, dass es definitiv ihr Freund war, den er da beobachtet hatte.

Auf Twitter dankte die junge Frau dem Lieferboten nun öffentlich: Sie sei sehr froh, dass er sie angerufen habe – und sich inzwischen natürlich von ihrem Freund getrennt.

Wenige Stunden später reagierte das Unternehmen auf Kaylas Tweets: Es bot an, eine Break-up-Party für Kayla catern zu wollen. Sie müsse nur sagen, wann und wo sie eine veranstalten wolle. 

Ob Kaylas Geschichte wirklich genau so passiert ist, ist leider nicht bestätigt. Sie könnte auch ein PR-Gag sein. Aber unabhängig davon, ob das Ganze nun wirklich so passiert ist oder nicht, löste der Threat etwas aus: eine öffentliche Diskussion darüber, wann wer wie dazu berechtigt ist, Betrüger als solche gegenüber ihren Partnern zu enttarnen.

Denn dazu gibt es anscheinend viele Meinungen: Während die meisten Nutzer Kayla ihr Beileid aussprachen und die Aktion des Lieferbotens feierten, hatten andere Bedenken. Schließlich habe der Lieferbote die Privatsphäre des Kunden verletzt – wo die doch ihn und das Unternehmen rein gar nichts angehe. Vielleicht haben sie das auch geschrieben, weil sie nun selbst nicht mehr sorglos Bestellungen aufgeben können? 

lath

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