Es gibt Dinge, die man den eigenen Eltern gegenüber lieber für sich behält. Denn man meint, sie könnten die Neuigkeit, dass ihr Sprössling Dinge anders angeht als sie, einfach nicht verkraften. Drogenkonsum oder den Kirchaustritt zum Beispiel, Sexparties oder temporäre Geschlechtskrankheiten. In Sydney Allens Familie gehören zu solchen Dingen auch Piercings und Tattoos. Denn wie die 20-Jährige Buzzfeed gegenüber sagt, ist ihre Mutter viel zu konservativ, um derartigen Körperschmuck gutzuheißen.

Nachdem das Sydney trotzdem nicht davon abhalten konnte, sich die Nippel piercen zu lassen, nahmen sie und ihre Schwester sich also vor, das Ganze vor Mutti geheim zu halten. Schwierig stellte Sydney sich das nicht vor. Schließlich liefe sie ja nicht ständig oben ohne herum.

Blöd allerdings, dass Sydney vergangene Woche ein Fehler unterlief: Vor einer Röntgenaufnahme ihres Oberkörpers, die sie wegen einiger Probleme mit der Wirbelsäule machen musste, nahm sie die Piercings nicht heraus. Und das, obwohl gerade ihre Mutter sie dorthin begleitet hatte. 

Da waren sie, deutlich sichtbar: die beiden Metallstücke auf Brustwarzenhöhe

Als die Aufnahme Momente später also auf dem Bildschirm erschien, wurde Sydneys Mutter erst schlagartig still – und sagte dann drohend: „Darüber reden wir später.“ Denn da waren sie, deutlich sichtbar: die beiden Metallstücke, auf Brustwarzenhöhe schwebend. Sydney und ihr Arzt brachen in hysterisches Gelächter aus. Dass Sydneys Mutter sichtbar verärgert war, machte schließlich auch dem Außenstehenden klar, dass hier gerade ein Geheimnis enthüllt worden war.

Sydney teilte die Aufnahme kurz später auf Twitter, mit dem Kommentar: „Meine Mutter hat heute herausgefunden, dass ich Nippel-Piercings habe.“ Inzwischen wurde ihr Tweet über 165.000 Mal gelikt und tausendfach kommentiert.

Während viele Nutzer die Geschichte einfach nur witzig finden, fragen sich einige aber auch, warum Sydney die Piercings beim Röntgen denn überhaupt drinbehalten konnte. Andere klären auf: Metall am Körper ist beim Röntgen ungefährlich und meist nur ein optisches Problem, wenn es auf der Aufnahme wichtige Stellen überdeckt. 

Außerdem führt Sydneys Post auch dazu, dass sich noch andere Twitter-Nutzer outen: Sie posten nun eigene Röntgenaufnahmen, die bei ihnen angeblich die gleiche Überraschung ausgelöst haben.

Sydneys Mutter hat sich inzwischen übrigens von dem Schock erholt und findet sich tapfer mit den Piercings ihrer Tochter ab. Immerhin könne man die ja normalerweise nicht sehen. Und irgendwie sei es ja auch ganz witzig, dass sich inzwischen Tausende Menschen mit ihnen gemeinsam amüsieren. 

lath

Eltern können halt auch unangenehm werden: