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Sächsischer Ministerpräsident bezeichnet Kraftklub als „unmöglich“

Und die schießen – nicht gerade dezent – zurück.
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    Fotos: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa / Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Eigentlich waren Michael Kretschmer, der sächsische Ministerpräsident, und die Band Kraftklub am 1. Mai in gemeinsamer Sache unterwegs: Auf einer Demonstration gegen eine Kundgebung der rechtsextremen Partei „Der III. Weg“ in Chemnitz. Davon berichtete Kretschmer am Montagabend bei einem Bürgerdialog: „Ich bin da ein Stück mitgelaufen. Aber als dann dieses Konzert von dieser unmöglichen linken Band begonnen hat, war ich nicht mehr mit dabei. Weil ich mit denen auch nix zu tun haben will“, sagte er dort laut Freie Presse. Die „unmögliche linke“ Band: Kraftklub, die dort auf einer Lkw-Ladefläche ein Gratiskonzert spielten. Ihrem Bassisten wird vorgeworfen, im Umfeld der Demonstration Mülltonnen angezündet zu haben. „Rechtsextremismus bekämpft man nicht mit linken Chaoten“, meinte Kretschmer dazu.

Der Artikel zum Bürgerdialog erreichte am Mittwoch offensichtlich auch die Band selbst, die ihn mit den Wort „KRETSCHE“ per Twitter teilte:

Kretschmer antwortete – ganz jugendlich – mit Emojis:

Die Antwort der Band auf diesen Tweet fiel allerdings weniger versöhnlich aus: Es ist ein Video des Kraftklub-Sängers, der einen Pizzakarton öffnet und darin, ach... seht selbst:

Eine weitere Antwort von Kretschmer blieb aus. Auf eine Anfrage von jetzt  bei beiden Streitparteien reagierte bisher nur die Band. Man wolle sich zu diesem Thema nicht äußern

qli

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