Ein Gemälde von Frank Underwood hängt in der Präsidenten-Galerie

Foto: Reuters/Kevin Lamarque

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Bill Clinton, George W. Bush, Barack Obama – und Frank Underwood. Der fiktive Politiker aus der Serie „House of Cards“ hat es geschafft: Sein Porträt hängt direkt neben den Gemälden der US-Präsidenten. Ab heute ist es in der Smithsonian National Portrait Gallery zu sehen. Das Gemälde zeigt Frank Underwood am Schreibtisch im Präsidentenbüro, mit starrem Blick und geballter Faust. 

Für das Portrait musste Hollywood-Star Kevin Spacey 16 Stunden still sitzen. „Das war hart“, sagte er auf einer Pressekonferenz. „Aber ich liebe es. Ich fühle mich sehr geehrt, dass ich im Smithsonian hänge.“ Der Schauspieler wurde vom Künstler Jonathan Yeo in Szene gesetzt. Der Brite hat auch schon David Cameron, Nicole Kidman und die Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai porträtiert.

Aber wie hat es das Portrait des fiktiven Politikers in die Präsidentengalerie geschafft? „Seit Frank Underwood nicht mehr an das Ende der Amtszeit glaubt, sehe ich keinen Grund, warum es nicht ausgestellt werden sollte", sagte Spacey. Tatsächlich hat die Smithsonian National Portrait Gallery schon öfter Bilder von Serienchrakteren gezeigt. Der Direktor des Museums, Kim Sajet, erklärte, er sei von der Idee fasziniert gewesen, Kevin Spacey als Frank Underwood darzustellen. „Das zeigt nicht nur den Einfluss der modernen Popkultur auf Amerikas Geschichte, sondern es steht auch beispielhaft für die Tradition der Schönen Künste, Schauspieler in ihren Rollen zu porträtieren."

Das Gemälde ist Werbung für die vierte Staffel von „House of Cards“. Die Serie läuft ab 4. März wieder auf Netflix. Noch 18 Monaten hängt das Bild im Museum, dann muss es weichen: Es ersetzt nämlich das Gemälde von George Washington aus dem Jahr 1796, das im Moment restauriert wird. 

miu

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