Es gibt jetzt Emojis mit Behinderung

Die App mit einem Set aus 27 Bildern und Gifs soll Inklusion fördern.
Bild: aktion-mensch.de

Es gibt kaum eine Whatsapp-Unterhaltung, die ohne Emojis auskommt. Sie sind der digitale Ersatz für Gefühle, für Mimik und sogar Satzzeichen. Dass wir ohne sie nicht mehr auskommen, wissen auch die Mitarbeiter der Sozialorganisation Aktion Mensch. Diese haben nun ein Set aus 27 Emojis, Icons und Gifs entwickelt, das Inklusion fördern soll und das man herunterladen kann: Inklumoji heißt es und zeigt Menschen und Tiere mit Behinderung.

Die Entwicklung der App begründet Aktion Mensch auf ihrer Website: "Wenn es um das Thema Behinderung ging, endete die Fantasie in der digitalen Unterhaltung bisher. Um das zu ändern und mehr Vielfalt in die Emoji-Welt zu bringen, haben wir jetzt die Tastatur-App Inklumoji entwickelt." Und die Vielfalt der Emojis reicht tatsächlich weit: Von einem Jungen ohne Beine, der auf den Händen balanciert, über Verliebte bis hin zu einem Schneemann im Rollstuhl. Die bunten, fröhlichen Inklumojis sollen erleichtern, was sonst oft schwer fällt: Menschen mit Behinderung in den Alltag mit einbinden.

Zur Nutzung der App muss man diese nur im App Store oder im Google Play Store herunterladen, aktivieren – und man kann die Emojis dann sofort verschicken.

Um die Inklusions-Bilder dauerhaft in der Smartphone-Kommunikation zu halten, hat Aktion Mensch bereits einen Antrag beim Unicode-Konsortium gestellt. Das berichtet das Portal "Kobinet Nachrichten". Das Gremium, das seinen Sitz im Silicon Valley hat, besteht aus Vertretern großer Internetfirmen wie etwa Apple und Google. Es entscheidet darüber, ob Emojis weltweit standardisiert werden oder nicht. Sollte der Antrag von Aktion Mensch Erfolg haben, kann man sich gleich über zwei Sachen freuen: dass man 27 neue Emojis zum Verschönern von Nachrichten hat. Und dass Inklusion wieder ein Stückchen mehr in unserer Mitte angekommen ist.

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