Liebe dich selbst, egal wie du aussiehst!

Ein Instagram-Account nimmt sich bösartige Fatshaming-Memes vor.

Yesss fat Girls can wear bikinis #bodypositivememes • Thank you @ewokunicorn for this gem ❤️

Ein Beitrag geteilt von Body Positive Memes (@bodypositivememes) am

Kalorien sind böse. Ich kenne zumindest kaum eine Frau, die sich nach einer deftigen Portion Käsespätzle zufrieden im Spiegel betrachtet. Denn so krampfhaft Heidi Klum auch versucht, sich vor laufender Kamera genüsslich beim Burgeressen zu zeigen: Frauen wie Männer sind in den Medien grundsätzlich schlank, durchtrainiert und haben optisch ansprechende Gesichter. Dass das unrealistisch ist, ist keine Neuigkeit. Macht uns im Alltag aber nicht weniger traurig und unzufrieden mit unserem eigenen Körper. 

Michelle Elman setzt sich für ein Umdenken ein. Die Body-Positivity-Trainerin aus London hat sich den vielzähligen Körperoptimierer-Memes angenommen – und sie positiv umgedeutet. Auf Instagram nimmt sie sich genau die Memes vor, die behaupten, dünn sein mache glücklich. Denn Kalorien sind nun mal nicht der Grund, warum Kleider enger sitzen, sondern notwendig, um am Leben zu bleiben.

Die Aussage der abgewandelten Bildchen ist klar: Liebe dich selbst, egal wie du aussiehst! Michelle, der Frau hinter dem Instagram-Account, fiel das lange schwer. 15 Operationen an Bauch und Kopf musste sie über sich ergehen lassen– Grund waren unter anderem ein Hirntumor und eine lebensbedrohliche Erkrankung im Bauchraum. Mit den Narben, die zurückblieben, kam sie zunächst nicht zurecht. Bis sie irgendwann lernte, ein neues, positives Körpergefühl zu entwickeln. Das Bild, das sie von sich im Bikini postete, ging um die Welt, ihre Kampagne „scarred not scared“ wurde sogar von der Schauspielerin Zooey Deschanel geteilt.

Michelles Body-Positivity-Memes sind dabei oft witzig – aber nie ironisch und immer ernst gemeint. In einer Welt, in der selbsterklärte Ernährungsberater auf Instagram oder Facebook vorschlagen, doch einfach mal das Abendessen ausfallen zu lassen, ist das vielleicht die einzig richtige Reaktion.

mip

Mehr gegen Bodyshaming:

  • teilen
  • schließen