Jimmy Kimmel erzählt von der schweren Krankheit seines neugeborenen Kindes

Und macht daraus ein ergreifendes Plädoyer für Obamacare.

Letzte Woche wurde Jimmy Kimmels Sohn Billy geboren – mit einem schweren Herzfehler, der erst nach der Geburt entdeckt wurde. Davon erzählte Kimmel gestern in einem unglaublich emotionalen Monolog, der 13 Minuten dauerte und mit einem herzergreifenden Plädoyer für den Erhalt von Obamacare endete.

Bevor er überhaupt zu erzählen begann, gab Kimmel Entwarnung: Am Ende gehe die Geschichte gut aus. Das war auch nötig, denn was dann kam, war harte Kost, besonders, wenn man bedenkt, dass Kimmel im amerikanischen Late-Night-Kosmos normalerweise eher für die leichtere Unterhaltung und seine Feindschaft mit Matt Damon bekannt ist.

Zehn Minuten lang erzählte Kimmel gestern von der Geburt seines Sohnes und wie die diensthabende Schwester bald feststellte, dass Billy kein gesunder Säugling war. Billy leidet an einem schweren Herzfehler, der eine sofortige Notoperation nötig machte. 

Kimmel beschrieb unter Tränen, wie erschreckend es war, alleine in einem Raum voller besorgter Menschen zu stehen, nichts zu verstehen und zu wissen, dass einige Zimmer weiter die Mutter von Billy lag, sich erholte und keine Ahnung davon hatte, dass ihr Sohn um sein Leben kämpfte. Zum Glück wurde Billy schnell operiert und konnte schon wenige Tage nach der dreistündigen OP nach Hause entlassen werden.

Doch für Kimmel war dieses Erlebnis nicht nur ein ganz persönlicher Albtraum – Kimmel nutzte die Gelegenheit für ein Plädoyer zum Erhalt von Obamacare. Auch wenn er reich genug sei und es sich leisten könne, alle Kosten für die nötigen Operationen seines Sohnes selbst zu bezahlen: eine Menge Amerikaner könnten das nicht. Und die Vorstellung, dass manche Eltern vor der Wahl stehen, das Leben ihres Kindes zu retten oder bankrott zu gehen, sei seines Heimatlandes nicht würdig. Er sagte, Amerikaner wüchsen in dem Glauben auf, im besten Land der Welt zu leben. „Aber bis vor ein paar Jahren hatten Millionen und Abermillionen von uns überhaupt keinen Zugang zu einer Krankenversicherung.“ Jemand wie sein Sohn Billy, der mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt kam, wäre vor 2014 vermutlich von keiner Krankenversicherung aufgenommen worden, weil er eine Vorerkrankung hat. Und wenn so ein Baby nicht über die Eltern versichert sei, lebe es nicht mal lange genug, um von der Versicherung abgelehnt zu werden.

Kimmel beendete seinen Monolog mit einem Plädoyer: „Wir müssen auf einander Acht geben. Niemand sollte jemals entscheiden müssen, ob er es sich leisten kann, das Leben seines Kindes zu retten. Das sollte einfach nicht passieren.“ 

chwa

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