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Was Justin Bieber auf seiner Tour so alles braucht

Bild: dpa / Jens Astrup

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Wenn Musiker auf Tournee gehen (und das müssen sie in den harten heutigen Zeiten mehr denn je, um Geld zu verdienen), dann verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit im Konzert-Venue und ganz besonders im Backstage-Bereich desselben. Die Qualität und das Ambiente solcher Backstage-Bereiche schwankt stark zwischen Besenkammer-Charme und eleganter Suite.

Was man sich in der Hinsicht bisweilen als Künstler bieten lassen muss, kann man sich von Musikerkumpels erzählen lassen, die schon mal eine kleine Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz machen durften. Als Zuhörer wird man sich in der Regel am Ende schwören, nie wieder abfällig über die Qualität von Jugendherbergs-Zimmern zu meckern. 

Deshalb ist es kein Wunder, dass Musiker, die es sich leisten können, sich von den Konzertveranstaltern schon im Voraus ein paar grundsätzliche Leistungen ausbedingen. Dafür gibt es den sogenannten „Tour-Rider“, eine Liste von Anforderungen, die der Konzertveranstalter vor Ort erfüllen muss. Nun hat ein indischer Musikjournalist den angeblichen Tour-Rider von Justin Bieber auf Twitter veröffentlicht.  

Sollte dieser Rider tatsächlich der Realität entsprechen, könnte man den Eindruck gewinnen, dass der junge Mann durchaus gewisse Ansprüche an sein Umfeld stellt:  

Bieber bekommt für sich und seine Crew, die aus 120 Mitarbeitern besteht, zehn luxuriöse Wagen, zwei Volvo-Busse, sowie einen Rolls Royce für den Künstler selbst. Seine Hotel-Suite wird in seiner Lieblingsfarbe lila neu dekoriert. Insgesamt sind drei Stockwerke des Hotels reserviert. Bieber selbst kommt mit zehn Containern an, in denen so wichtige Dinge wie eine Tischtennis-Platte, eine Playstation, ein Sofa, eine Waschmaschine, und ein Kühlschrank eingepackt sind. Zudem wird Bieber im Backstage-Bereich ein Whirlpool zur Verfügung gestellt, damit er sich vor Beginn der Konzerte ein bisschen entspannen kann.

Manche Forderungen muten dagegen geradezu bescheiden an: 100 Kleiderbügel sind eindeutig nicht zu viel verlangt, genauso wie Feuchtigkeitsbalsam für seine empfindlichen Lippen und ein Dove Duschgel. Andere Dinge auf der Liste mögen dem Durchschnittleser hingegen durchaus etwas bizarr erscheinen: So stehen Bieber für die Dauer seines Aufenthalts in Indien sowohl ein Privat-Jet als auch ein Hubschrauber zur Verfügung, um ihn überall hin zu transportieren.

Im Backstage-Bereich stehen Bieber insgesamt 13 Räume zur Verfügung, die mit frischen Blumen (aber bitte keine Lilien!) dekoriert sein müssen. Dazu bitte Kokoswasser, Mandelmilch, Bio-Honig, frische Früchte und Gemüse. Zudem verlangt Bieber Salat, Käse, Weißbrot, Chips, Kaugummi, Popcorn mit Cheddar-Geschmack, dunkle Schokolade mit Meersalz und Mandeln und mehrere Packungen Haribo Cola-Flaschen.

Aber wie die klassische Szene aus der Mockumentary „This Is Spinal Tap“ zeigt: Auch wenn der Konzertveranstalter alles beachtet hat – richtig hat er es damit noch lange nicht gemacht:

Die Website The Smoking Gun sammelt seit  vielen Jahren geleakte Tour-Rider von berühmten Künstlern und wer mal ein paar Stunden oder gar Tage Zeit hat, kann sich durch diese faszinierende Sammlung arbeiten und nachforschen, welche Marotten einige Stars so haben.

 

chwa

 

Mehr Musik, weniger Spleens: 

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