Lehrer twittert aus menschenleerem Seminar – Tweets gehen viral

Zu seiner Klasse tauchte kein einziger Student auf. Da greift er zum Smartphone.

So verlassen will sich niemand fühlen. Doch Adam Avitable hat das, was er nach eigener Aussage kürzlich erlebt hat, so komisch-desolat geschildert, dass er jetzt schon Heiratsanträge erhält, wie er behauptet. Er twitterte demnach aus einem Kursraum – weil kein Student zu seiner Veranstaltung an einer Uni in Florida erschienen sei. Kein einziger. Auch nach der “akademischen Viertelstunde” nicht.

Nach diesen fünfzehn Minuten wird Avitable unruhig und setzt den ersten Tweet mit einem Foto von den leergebliebenen Stühlen ab. Seine Unruhe steigert sich in 90 Minuten – so lange sollte der Unterricht dauern – zu Selbstzweifeln, dann zu Paranoia und endet schließlich in einer existenziellen Krise: "Ist heute wirklich Donnerstag? Träume ich?", twittert er. Dann glaubt er, dass er in dem Zimmer eingeschlossen sein könnte – und fragt schließlich: "Oder bin ich gestorben, und so sieht also die Hölle aus? "

Zwischendurch fasst er aber auch wieder Lebensmut: Er überlegt, ob er einfach den Vogel auf dem Fensterbrett unterrichten soll. Er benennt die leeren Stühle nach seinen Studenten. Er will die ganzen Süßigkeiten, die er mitgebracht hat, alleine essen.

Am nächsten Tag hat er etliche Follower mehr und resümiert, was er in den vergangenen 24 Stunden erhalten hat. “Flirtnachrichten: 3K+. Heiratsanträge: 28. Penisfotos: 12. Journalistenanfragen: 6. Geld: 0. Schinken: 0", twittert er.

Vielleicht nicht unbedingt nötig zu erwähnen, dass sich Avitable, der sich als Fachmann für Social Media und kreatives Schreiben bezeichnet,  unter anderem auch als Comedian verdingt. Den ganzen Thread findet ihr unter #Classwatch2017 in Avitables Twitter-Account.

fran

 

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