Wie man Nazi-Propaganda ganz einfach wieder loswird

Desinfektionsmittel kann da helfen.
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Bild: facebook

Als der New Yorker Gregory Locke am Samstag in die U-Bahn einstieg, entdeckte er an so ziemlich jeder Oberfläche im Zug ein Hakenkreuz, sowie weitere antisemitische Schmierereien.  

Doch gegen Hass im öffentlichen Nahverkehr gibt es ein Rezept: Desinfektionsmittel. Locke schilderte die Situation in dem Abteil als angespannt – alle Passagiere starrten einander an, aber niemand wusste, was er tun solle. Bis ein Mann laut sagte, dass Edding sich mit Hand-Desinfektionsmittel entfernen ließe. Noch nie, beschreibt Locke, habe er so viele Menschen gleichzeitig in ihre Handtaschen und Rucksäcke langen sehen. Und keine zwei Minuten später waren die Nazi-Symbole Vergangenheit. Auf die deprimierte Aussage eines Passagiers, das sei jetzt wohl das Amerika Donald Trumps, widersprach Locke vehement: So lange störrische New Yorker wie die U-Bahn-Passagiere irgendetwas zu sagen hätten, werde es so weit nie kommen.  

Die Schmierereien in der New Yorker U-Bahn waren kein Einzelfall. Laut CNN gab es am vergangenen Wochenende in zwei weiteren Städten ähnliche Vorfälle: In Chicago beklebte ein maskierter Mann die Scheibe einer Synagoge erst mit Hakenkreuz-Aufklebern, bevor er sie dann mit einem schweren Gegenstand einschlug. Und an der Rice-University in Houston wurde eine Statue mit Hakenkreuzen beschmiert. In einer Mitteilung verurteilte der Dekan der Universität dieses Verhalten mit scharfen Worten: "Ich habe endgültig genug von diesem Verhalten... Wir sind schlauer, wir sind durchsetzungsfähig und wir sind diesen Aufhetzern zahlenmäßig weit überlegen."

chwa

Wie man Nazi-Symbole umdekoriert, weiß man in Deutschland aus Erfahrung: 

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